Bilderset fürs Büro: eine Serie für Firmen planen
Ein Bilderset fürs Büro planen: Wandinventar, feste und variable Elemente, Stückzahl, Freigabe, Nummerierung, Montage und häufige Fehler.
Aurecort
11/6/20269 min lesen
Ein Bild für ein Büro auszuwählen ist etwas anderes, als fünfzehn, zwanzig oder mehr auszuwählen. Beim einzelnen Bild lautet die Frage: „Was passt an diese Wand?“ Wer ein Bilderset fürs Büro plant, fragt dagegen: „Wie sprechen all diese Wände eine gemeinsame Sprache?“ In einem Unternehmen verteilen sich Bilder vom Empfang über die Besprechungsräume und Flure bis in die Chefetage; wird jedes für sich ausgesucht, entsteht keine Sammlung, sondern ein Nebeneinander von Fremden. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie eine mehrteilige Serie von Anfang an planen: Wandinventar, feste und variable Elemente, Stückzahl, Freigabe, Nummerierung, Montage und die Pflege der Serie über die Jahre. Die eigentliche Entscheidung lautet: Wer baut die Serie auf, nach welchen Kriterien und in welcher Reihenfolge?
Größe, Hängehöhe und Beleuchtung je Raum sind ein eigenes Thema, ausführlich behandelt in unserem Leitfaden Bilder fürs Büro: Größe, Hängehöhe und Beleuchtung. Hier geht es nicht um einzelne Wände, sondern um das Set als Ganzes.
Warum ein Bilderset fürs Büro anders ist als Einzelkäufe
In einem mehrteiligen Set ändern sich drei Dinge. Erstens die Einheitlichkeit: Wer über eine Etage geht, sollte spüren, dass die Bilder in verschiedenen Räumen aus einer Hand stammen. Zweitens die Verwaltung: Man muss wissen, wo jedes der zwanzig Bilder hängt, welches beschädigt wurde und welches umgezogen ist. Drittens die Zeit: Unternehmen wachsen, ziehen um, nehmen Etagen hinzu, und das Set muss das aushalten.
Deshalb wird ein Bilderset nicht wie eine Einkaufsliste behandelt, sondern wie ein kleines Projekt. Seine Grundlage sind die Wände, sein Ergebnis eine Serie, in der jedes Stück nummeriert ist, einen festen Platz hat und später ergänzt werden kann.
Erster Schritt: das Wandinventar
Bevor Sie über die Serie entscheiden, listen Sie die infrage kommenden Wände einzeln auf. Vier Angaben pro Wand genügen.
Lage und Funktion
In welchem Bereich liegt die Wand: Empfang, Besprechungsraum, Flur, Teeküche, Chefbüro, Großraumbüro. Die Funktion bestimmt, wer die Wand ansieht, wie lange und aus welcher Entfernung. Die Wand am Empfang ist die erste Fläche, die ein Besucher sieht; eine Flurwand sieht man im Gehen, eine Wand im Besprechungsraum im Sitzen.
Lichte Breite
Die freie Breite, die bleibt, wenn Türen, Fenster, Steckdosen, Klimageräte und Schränke abgezogen sind. Grundrisse zeigen diese Details selten; messen Sie vor Ort mit dem Maßband.
Wandmaterial
Beton, Ziegel oder Gipskarton. In Büros sind die meisten Trennwände aus Gipskarton, und davon hängt ab, wie ein Bild befestigt wird und welche Dübel nötig sind. Glaswände eignen sich nicht zum Aufhängen und fallen aus dem Inventar.
Einschränkungen
Bohrerlaubnis im Mietbüro, der Bereich um Notausgänge und Fluchtwegschilder, die Position von Bildschirmen und Whiteboards. Wer das zu Beginn notiert, vermeidet die späte Überraschung „an diese Wand darf nichts“.
Am Ende haben Sie eine einfache Tabelle, in der jede Zeile eine Wand ist. Stückzahl, Angebotsgespräch und Montageplan ergeben sich aus dieser Tabelle.
Was fest bleibt und was variiert
Eine Serie ist nicht deshalb eine Serie, weil alle Stücke in allem gleich sind, sondern weil sie in bestimmten Punkten konsequent gleich sind. Es hilft, das in zwei Listen zu trennen.
Feste Elemente
Feste Elemente sind Entscheidungen, die im ganzen Set gleich bleiben: die Oberfläche (zum Beispiel Leinwand oder Acryl), Rahmenleiste und ihr Farbton, die Farbpalette und die Formatfamilie. Die Formatfamilie muss nicht aus einem einzigen Format bestehen, sollte aber zwei, höchstens drei nicht überschreiten. Bei Aurecort ist das Standardformat für Leinwand, Plexi und gerahmte Bilder 50 × 70 cm; warum es an so viele Wände passt, erklären wir im Beitrag Bilder 50 × 70 cm. Ist 50 × 70 das Hauptformat, kann für eine große Empfangswand ein Sonderformat als Ausnahme dazukommen. Zu Leistenbreite und Farbton hilft der Beitrag Bilderrahmen auswählen.
Variable Elemente
Variable Elemente ändern sich von Stück zu Stück: Komposition, die wichtigste Farbakzentuierung, Ausrichtung (Hoch- oder Querformat) und Motiv. In einem Set zum Thema Tennis kann das Motiv der Platz von oben sein, die Struktur des Belags, der Rhythmus der Linien oder Gegenstände wie Ball und Schläger. Die Variablen verhindern Eintönigkeit, die festen Elemente verhindern, dass das Set zerfällt.
Eine praktische Regel: Jedes Stück teilt mindestens zwei feste Elemente mit den anderen und unterscheidet sich in mindestens einer Variablen.
Stückzahl: wie viele Bilder werden gebraucht
Die Zahl ergibt sich Wand für Wand aus dem Inventar. Wer mit einer runden Zahl beginnt („wir kaufen zwanzig Bilder“), lässt meist einige Wände leer und andere überladen.
Rechnen Sie für jede Wand zuerst aus, wie viele Stücke passen. Eine Reihe, deren Gesamtbreite etwa 60–75 Prozent der lichten Wandbreite einnimmt, wirkt ausgewogen; die Einzelheiten dazu und die Wahl zwischen Einzelbild und Bilderwand stehen im Beitrag Bilderwand oder Einzelbild. Hochformatige 50 × 70-Bilder mit 8 cm Abstand brauchen zu zweit 108 cm, zu dritt 166 cm, zu viert 224 cm.
Ein Rechenbeispiel: Angenommen, ein Büro hat zwei Etagen mit je einem Empfangs- oder Wartebereich, zwei Besprechungsräumen und einem langen Flur. Mit einer Dreierreihe am Empfang, einem oder zwei Bildern pro Besprechungsraum und einer Viererreihe im Flur kommen 9–11 Stücke pro Etage und 18–22 insgesamt zusammen. Das ist nur ein Beispiel; Ihre Zahl ergibt sich aus Ihrem Inventar.
Ein kleiner Puffer ist sinnvoll. Büros verändern sich, und wenn ein neuer Besprechungsraum entsteht, ist ein weiteres Stück derselben Serie besser als eine Lücke.
Corporate Identity: Farben und Logo
Firmenfarben können im Set vorkommen, wirken aber in Maßen besser. Bilder, die ganz in der Hausfarbe gehalten sind, sehen bald wie Plakate aus. Dauerhafter ist es, die Firmenfarbe als Akzent zu setzen: in einer Linie, einer Fläche, einem Gegenstand. Der Rest der Palette stammt aus neutralen Tönen oder aus den Farben des Platzes selbst.
Beim Logo gilt dieselbe Zurückhaltung. Steht es auf jedem Bild, wird die Serie zur Firmenpräsentation; ein einzelnes besonderes Stück am Empfang reicht meist aus. Für die Verwendung des Logos braucht es die Freigabe einer befugten Person und die Originaldatei.
Freigabe: eine Ansprechperson, zuerst Entwürfe
Die häufigste Verzögerung bei mehrteiligen Sets entsteht, wenn zu viele mitentscheiden. Sucht jede Abteilung ihre eigene Wand aus, gehen die festen Elemente schnell verloren. Das Set sollte deshalb eine einzige Ansprechperson haben, meist aus Office-Management, Facility-Management oder Innenarchitektur.
Die Reihenfolge: Zuerst werden Inventar und feste Elemente freigegeben, dann entstehen Entwürfe der einzelnen Stücke, die als Gesamtset nebeneinander beurteilt werden. Ein Entwurf, der allein gut aussieht, kann neben den anderen zu dominant wirken. Bei Aurecort geht nichts in die Produktion, bevor die Zeichnung freigegeben ist; in einem mehrteiligen Set gilt diese Regel für jedes Stück einzeln.
Nummerierung und Hängeplan
Bei zwanzig Stücken sollte am Montagetag niemand fragen müssen, für welchen Raum das blaue Bild bestimmt war. Geben Sie jedem Stück einen Code, etwa aus Etage, Bereich und laufender Nummer (2-FL-03: zweite Etage, Flur, drittes Stück). Derselbe Code steht im Hängeplan und auf einem Etikett auf der Rückseite.
Der Hängeplan ist ein einfacher Grundriss mit den Codes und den Maßen für jede Wand: Mittenhöhe, Abstand zwischen den Stücken und Abstand des ersten Stücks zum Wandrand. Er beschleunigt die Montage und zeigt später, was wohin gehört, wenn ein Bild umgehängt oder beschädigt wird.
Montage: Aufhängen im laufenden Betrieb
In Unternehmen wird meist außerhalb der Arbeitszeit oder am Wochenende montiert. Drei Punkte sind bei der Planung wichtig.
Befestigung passend zur Wand
Ein einfacher Nagel hält in Gipskarton nicht; nötig sind Hohlraumdübel oder, wo möglich, eine Befestigung im Ständerwerk dahinter. In Beton und Ziegel kommen passende Dübel und Schrauben zum Einsatz. Ein gerahmtes 50 × 70 mit Glas kann mehrere Kilogramm wiegen; Gewicht und Befestigung sollten für jede Wand eigens geprüft werden.
Sicherheit in Gemeinschaftsbereichen
In Bereichen mit Publikumsverkehr wie Empfang und Flur verhindern Sicherungsaufhängungen, dass Bilder verrutschen oder herunterfallen. Ähnliche Regeln für Tennisclubs beschreiben wir im Beitrag Bilder für den Tennisclub.
Zuerst eine Wand
Statt das ganze Set in einer Nacht aufzuhängen, hängen Sie zuerst eine Wand und sehen sich das Ergebnis an; kleine Messfehler fallen so früh auf. Papierschablonen leisten dasselbe: Bögen in Bildgröße werden an die Wand geklebt und einen Tag lang hängen gelassen.
Dass die Bilder sicher im Büro ankommen, ist ein eigenes Thema; zu Karton, Kantenschutz und Transport siehe Bilder sicher verpacken und versenden.
Schritt für Schritt: ein Bilderset fürs Unternehmen
1. Listen Sie die infrage kommenden Wände auf und notieren Sie Lage, lichte Breite, Material und Einschränkungen.
2. Wählen Sie die festen Elemente: Oberfläche, Rahmen, Palette und Formatfamilie.
3. Legen Sie die Variablen fest: welche Motive, welche Farbakzente, welche Ausrichtungen.
4. Ermitteln Sie die Stückzahl Wand für Wand und planen Sie einen kleinen Puffer ein.
5. Bestimmen Sie eine Ansprechperson und halten Sie die Reihenfolge der Freigaben fest.
6. Beurteilen Sie die Entwürfe nebeneinander; ändern Sie notfalls ein Stück zugunsten des Gesamtbilds.
7. Vergeben Sie Codes und erstellen Sie den Hängeplan.
8. Planen Sie die Montage nach dem Wandmaterial und testen Sie zuerst eine Wand.
9. Bewahren Sie nach Abschluss Plan und Codes auf.
Häufige Fehler
Raum für Raum bestellen. Bilder, die zu verschiedenen Zeiten und nach verschiedenen Kriterien ausgesucht werden, ergeben kein Set.
Jede Abteilung entscheiden lassen. Je mehr Personen mitentscheiden, desto schneller verschwinden die festen Elemente.
Zu viele Formate. Vier oder fünf Formate zerreißen eine Serie, selbst bei gleichem Rahmen und gleicher Palette.
Die Firmenfarbe überall einsetzen. Als Akzent ist Farbe stark; auf jeder Fläche ermüdet sie das Auge.
Nicht nach dem Wandmaterial fragen. Wer erst am Montagetag Gipskarton entdeckt, verliert Zeit.
Glänzende Oberflächen im Besprechungsraum. Gegenüber von Bildschirmen und Fenstern spiegelt eine glänzende Fläche; wie man die Wand wählt, steht in Spiegelungen auf Bildern vermeiden.
Keine Unterlagen führen. Ohne Plan und Codes wird es schwierig, ein Jahr später ein beschädigtes Stück gleich ersetzen zu lassen.
Die Serie über die Jahre führen
Unternehmen stehen nicht still. Etagen kommen hinzu, Räume werden zusammengelegt, die Firma zieht in ein anderes Gebäude. Ein gut geplantes Set passt sich an, weil seine festen Elemente schriftlich festgehalten sind: Neue Stücke lassen sich mit derselben Oberfläche, demselben Rahmen und derselben Palette fertigen. Bei einem Umzug wird der Hängeplan an das neue Gebäude angepasst; dank der Codes sind früherer Platz und Format jedes Stücks bekannt.
Unternehmen mit mehreren Standorten können die festen Elemente beibehalten und jedem Standort eine eigene Variable geben, etwa eine eigene Belagsfarbe. Die Standorte ähneln sich dann, ohne gleich zu sein.
Auch die Pflege gehört dazu. Bilder in Gemeinschaftsbereichen sammeln mehr Staub und werden öfter berührt; die Hinweise je Oberfläche im Beitrag Bilder richtig reinigen und pflegen gelten auch fürs Büro.
Bildersets für Büros bei Aurecort
Aurecort fertigt Bilder und Vitrinen zum Thema Tennis; die Bilder-Serie besteht aus Kompositionen, die den Platz von oben zeigen, die Plexi-Serie aus Arbeiten mit glänzender Oberfläche. Bei einem mehrteiligen Set beginnt die Arbeit mit dem Wandinventar und den festen Elementen; zuerst entsteht ein Entwurf, und nichts geht in die Produktion, bevor die Zeichnung freigegeben ist. Jedes Stück wird in der Werkstatt in Kadıköy einzeln gefertigt. Stückzahl, Format, Oberfläche und Lieferbedingungen werden in der Angebotsphase geklärt.
Sollen neben den Bildern auch Dekorobjekte ins Büro, ist Aurecort 3D die eigene Adresse für 3D-gedruckte und handbemalte Objekte. Wer verfolgen möchte, was im Tennis passiert, findet im Blog regelmäßig Tennis aktuell.
Häufige Fragen
Aus wie vielen Stücken sollte ein Bilderset fürs Büro bestehen?
Eine feste Zahl gibt es nicht; sie ergibt sich aus dem Wandinventar. Für jede infrage kommende Wand wird die lichte Breite gemessen und berechnet, wie viele Stücke passen. Ein kleiner Puffer für später hinzukommende Bereiche ist sinnvoll.
Müssen alle Bilder im Set dasselbe Format haben?
Nicht zwingend, aber die Formatfamilie sollte klein bleiben: ein Hauptformat und bei Bedarf ein oder zwei Ausnahmen. Ein gemeinsames Format hält die Serie selbst in so verschiedenen Bereichen wie Flur und Besprechungsraum zusammen.
Dürfen Firmenfarben und Logo verwendet werden?
Ja; am besten wirkt die Firmenfarbe als Akzent. Für das Logo braucht es die Freigabe einer befugten Person und die Originaldatei, und das Logo-Stück bleibt meist auf ein einziges Bild am Empfang beschränkt.
Lässt sich das Set später erweitern?
Ja, solange die festen Elemente schriftlich festgehalten sind und der Hängeplan aufbewahrt wird. Neue Stücke werden mit derselben Oberfläche, demselben Rahmen und derselben Palette gefertigt, und das Codesystem fügt sie in die bestehende Ordnung ein.
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