Bilder für den Tennisclub: eine eigene Serie

Eine eigene Bilderserie für den Tennisclub planen: Anzahl der Werke für Foyer, Flur und Clubhaus, Thema, Oberfläche, Logo-Freigaben und das Briefing.

Aurecort

10/10/20269 min lesen

Nach den Plätzen sind die Wände eines Tennisclubs die Flächen, auf die am häufigsten geschaut wird: Jedes Mitglied geht bei jedem Besuch durch dasselbe Foyer und denselben Flur. Was an diese Wände kommt, bleibt oft bis zum letzten Tag des Umbaus offen und wird dann mit einem fertigen Dekomotiv erledigt. Eigene Bilder für den Tennisclub schlagen das Gegenteil vor: eine Reihe von Werken in einem Format und einer Bildsprache, deren Inhalt von den Plätzen, den Farben und der Geschichte des Clubs selbst kommt. Dieser Beitrag geht die Entscheidungen der Reihe nach durch: welche Wand, wie viele Werke, welches Thema, welche Oberfläche und welches Briefing vor der Angebotsanfrage.

Was eigene Bilder für den Tennisclub bedeuten

Bei einer fertigen Serie steht die Komposition fest, der Club wählt nur aus. Bei einer Serie für den Club stammt das Material der Komposition aus dem Club: die Anlage, Belag und Farbe der Plätze, die Clubfarben, Angaben wie das Gründungsjahr. „Serie“ meint hier keine Vervielfältigung, sondern gemeinsam entworfene Werke. Jedes Stück entsteht einzeln, und die Fertigung beginnt erst, wenn die Zeichnung freigegeben ist.

Der Unterschied liegt darin, dass ein Mitglied an der Wand den eigenen Club wiedererkennt. Das Bild irgendeines Platzes ist Dekoration; die Draufsicht auf den Platz, auf dem ein Mitglied jede Woche spielt, ist ein Zeichen der Zugehörigkeit.

Fünf Wände im Club und ihre Aufgaben

Eingang und Foyer

Hier entsteht die Identität. Gibt es eine große Wand, ist die stärkste Lösung eine Reihe aus drei oder fünf nebeneinander gehängten Werken. Im Foyer betrachtet man die Werke stehend und aus einigen Metern Entfernung; das Ganze wird vor dem Detail gelesen.

Flur

Ein Flur wird im Gehen betrachtet; man sieht die Werke aus der Nähe und nacheinander. Deshalb eignet er sich am besten, um eine Geschichte in Teile zu gliedern: die Plätze in der Reihenfolge ihrer Nummern, die Beläge nebeneinander oder die Jahre des Clubs in ihrer Chronologie. Die Abstände bleiben gleich; am meisten stört den Rhythmus ein abweichendes Format.

Clubraum und Gastronomie

Hier schaut man sitzend und lange auf die Werke; die Bildmitte liegt deshalb etwas tiefer als an einer Wand, die stehend betrachtet wird: 130–140 cm über dem Boden. An Wänden nahe der Küche setzen sich Fett und Dampf aus der Luft auf der Oberfläche ab; eine abwischbare Oberfläche erleichtert die Pflege. Die Wand im Clubraum liegt oft neben dem Bildschirm, und die Mitglieder sehen beim Spiel auch die Wand; die Spiele der Woche stehen in Tennis aktuell.

Vorstands- und Besprechungsraum

Dieser Raum eignet sich am besten für das Archiv des Clubs: Gründungsdokumente, alte Fotografien, Arbeiten zu Jubiläen. Arbeiten auf Papier brauchen einen Rahmen mit Glas und schützende Materialien. Für die Anordnung im Raummaßstab gelten die Verhältnisse aus dem Beitrag Bilder fürs Büro auch hier.

Umkleidebereich und Platzrand

Orte mit Feuchtigkeit und direkter Sonne eignen sich weder für Papier noch für Leinwand. Der Flur zu den Umkleiden, Wände zum Duschbereich und der Rand eines Außenplatzes bleiben außerhalb der Serie, oder für sie wird eine eigene, feuchtigkeitsbeständige Lösung überlegt.

Aus wie vielen Werken besteht eine Serie

Die Wand bestimmt die Zahl. Als Faustregel füllt die Reihe 60–75 Prozent der Wandbreite. Bei Werken im Format 50 × 70 cm, hochkant gehängt und mit 8 cm Abstand, ergibt sich folgende Gesamtbreite: drei Werke 166 cm, vier Werke 224 cm, fünf Werke 282 cm, sechs Werke 340 cm, sieben Werke 398 cm.

Ein Beispiel: An einer Flurwand von 6 Metern liegt das Ziel bei 3,6–4,5 Metern; sieben Werke liegen in diesem Bereich, sechs ergeben eine etwas luftigere Reihe. An einer Foyerwand von 3 Metern liegt das Ziel bei 1,8–2,25 Metern; vier Werke liegen am oberen Ende dieses Bereichs. Gibt es Unterbrechungen wie Türen, Aushangtafeln und Feuerlöscherkästen, wird die Wand abschnittsweise nach den freien Breiten dazwischen berechnet.

Die Zahl für den gesamten Club wird selten auf einmal festgelegt. Zuerst kommen Foyer und Hauptflur; solange dasselbe Format und dieselbe Bildsprache beibehalten werden, lassen sich Clubraum und Besprechungsraum später ergänzen.

Thema: das eigene Material des Clubs

Die Plätze

Das stärkste Material ist die Anlage selbst: die Lage der Plätze von oben, die Farbe des Belags, die Geometrie der Linien. Wie Sand, Hartplatz und Rasen sich in eine Palette übersetzen, beschreibt der Beitrag Tennisbilder: Farbe, Textur und Komposition.

Clubfarben

Die Clubfarben müssen nicht die ganze Fläche bedecken. Als Akzent eingesetzt, in einer Linie, einem Randstreifen oder einem einzelnen Werk, lassen sie die Serie zum Club gehören und halten sie zugleich ruhig.

Daten und Schrift

Das Gründungsjahr, die Eröffnungsdaten der Plätze oder der Name der Anlage können als Schrift in die Werke eingehen. Der Text bleibt kurz; die Angaben stammen aus den Unterlagen des Clubs, und die Schreibweise gibt der Club frei.

Archivfotografien

Alte Fotografien des Clubs geben einer Serie Tiefe. Das Nutzungsrecht an der Fotografie sollte beim Club liegen, und bei erkennbaren Gesichtern sollte die Einwilligung der Betroffenen eingeholt werden.

Logo, Wappen und Freigaben

Das Clublogo wird nur mit schriftlicher Freigabe der vom Club befugten Person und aus der Originaldatei des Clubs verwendet. Das Logo auf jedes Werk zu setzen macht aus der Serie Werbematerial; ein oder zwei Werke in kleinem Maßstab genügen. Zeichen, die dem Club nicht gehören, also Turniernamen und -embleme, Sponsorenlogos und Bilder von Spielerinnen und Spielern, kommen ohne Erlaubnis der Rechteinhaber nicht in die Serie.

Die Oberfläche nach dem Raum wählen

Leinwand reflektiert mit ihrer matten Oberfläche auch unter starker Deckenbeleuchtung nicht; für Foyer und Flur ist sie eine ruhige Wahl. Acrylglas ist glänzend und tief und lässt sich feucht abwischen; an Orten, an denen Flächen verschmutzen, etwa im Clubraum und in der Gastronomie, erleichtert es die Pflege, spiegelt aber gegenüber einem Strahler. Der Rahmen mit Glas ist für Arbeiten auf Papier und Archivdokumente gedacht. Wie die beiden Materialien auf Licht reagieren, steht ausführlich in Acrylglas oder Leinwand.

In Gemeinschaftsbereichen liegt die Pflege beim Personal des Clubs. Eine einseitige Notiz dazu, welche Oberfläche womit gewischt wird, verhindert Schäden durch falsche Reinigung; Einzelheiten stehen im Beitrag Bilder reinigen und pflegen.

Hängen: die Regeln des Gemeinschaftsraums

In Gemeinschaftsräumen werden die Werke häufiger berührt als zu Hause. Bevorzugt werden Sicherungsaufhängungen, die verhindern, dass der Rahmen verrutscht oder abgenommen wird. Im Flur liegt die Bildmitte 145–150 cm über dem Boden; über einer Bank oder Sitzgruppe bleiben 15–25 cm zwischen Möbel und Unterkante des Werks. Der Schwenkbereich von Türen, Feuerlöscherkästen, Notausgangszeichen und Wegweiser bleiben frei; die Werke verdecken sie nicht und konkurrieren nicht mit ihnen.

Schritt für Schritt: das Briefing vor dem Angebot

Der erste Schritt ist die Liste der Wände: Breite und Höhe jeder Wand und ein frontal aufgenommenes Foto.

Der zweite Schritt ist eine Notiz zum Licht: wo die Fenster liegen, ob es Deckenlicht oder Strahler gibt, zu welcher Tageszeit Sonne auf die Wand fällt.

Der dritte Schritt ist das Material des Clubs: Zahl und Beläge der Plätze, Lageplan der Anlage, Clubfarben, Originaldatei des Logos, Gründungsjahr.

Der vierte Schritt ist, eine verantwortliche Person zu benennen. Wer die Zeichnung freigibt, sollte von Anfang an feststehen; liegt die Freigabe bei einem Gremium, wird die Person bestimmt, die für das Gremium spricht.

Der fünfte Schritt ist eine erste Entscheidung über Anzahl und Oberfläche; die Breitenrechnung oben ist der Ausgangspunkt.

Der sechste Schritt ist Entwurf und Freigabe. Zuerst entsteht ein Entwurf, und nach Freigabe der Zeichnung beginnt die Fertigung.

Der siebte Schritt ist der Hängeplan: welches Werk an welche Wand, in welcher Reihenfolge und in welcher Höhe.

Stückzahl, Oberfläche und Lieferbedingungen werden in der Angebotsphase geklärt.

Häufige Fehler bei Bildern für den Tennisclub

Die Wand mit einem fertigen Stockmotiv zu füllen ist der erste Fehler; dasselbe Motiv hängt auch in anderen Clubs.

Für jede Wand einen anderen Stil zu wählen ist der zweite. Foyer, Flur und Clubraum lesen sich nicht mehr als Teile eines Clubs.

In ein großes Foyer ein einzelnes kleines Werk zu hängen ist der dritte. Das Werk geht an der Wand verloren.

Das Logo auf jedes Werk zu setzen ist der vierte.

Eine Fotografie, ein Turnieremblem oder ein Sponsorenlogo ohne Erlaubnis zu verwenden ist der fünfte.

Eine feuchte oder sonnige Wand in die Serie aufzunehmen ist der sechste.

Die Freigabe einem großen Gremium zu überlassen ist der siebte. Die Entscheidung zieht sich, und die Zeichnung ändert sich bei jeder Sitzung.

Nicht festzulegen, wer die Werke pflegt, ist der achte.

Die Serie später erweitern

Ein neuer Platz, ein Jubiläum oder ein Clubturnier sind natürliche Anlässe, ein Werk hinzuzufügen. Solange Format und Oberfläche gleich bleiben, findet das neue Werk seinen Platz neben den alten. Es genügt, im ersten Hängeplan am Ende der Reihe Platz für ein Werk zu lassen und über jedes Werk Buch zu führen; das Verzeichnis funktioniert wie im Beitrag Kunstsammlung beginnen beschrieben.

Neben den Wandarbeiten sind Objekte für Mitglieder und Turnierteilnehmer ein eigenes Thema; es wird auf der Seite Geschenke und im Beitrag Geschenke für Vereine und Turniere behandelt. Beispiele für Kompositionen, die den Platz von oben zeigen, finden sich in der Bilder-Serie.

Häufig gestellte Fragen

Aus wie vielen Werken sollte eine Serie für den Tennisclub bestehen?

Die Wand bestimmt die Zahl: Die Reihe sollte 60–75 Prozent der Wandbreite füllen. Im Format 50 × 70 cm nehmen drei Werke etwa 1,7 Meter ein, sechs etwa 3,4 Meter.

Darf das Clublogo auf den Bildern verwendet werden?

Ja, mit Freigabe der vom Club befugten Person und aus der Originaldatei des Logos. Es nur auf ein oder zwei Werken und in kleinem Maßstab einzusetzen, gibt der Serie eine längere Lebensdauer.

Welche Oberfläche eignet sich für Clubraum und Gastronomie?

Wo die Fläche oft gewischt wird, erleichtert Acrylglas die Pflege. Unter starken Strahlern liest sich matte Leinwand angenehmer, weil sie nicht spiegelt.

Lässt sich die Serie später erweitern?

Ja. Solange Format und Oberfläche gleich bleiben, kommen neue Werke neben die alten; dafür im ersten Hängeplan Platz zu lassen, erleichtert die Sache.

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