Bilder fürs Büro: Größe, Höhe und Licht
Bilder fürs Büro richtig planen: passende Größe für die Wand, Hängehöhe für stehende und sitzende Betrachter, Beleuchtung, häufige Fehler und Antworten.
Aurecort
10/9/20269 min lesen
Die Wand eines Büros ist nach Schreibtisch und Bildschirm die Fläche, auf die am häufigsten geschaut wird, und doch wird sie meist zuletzt geplant. Bilder fürs Büro auszuwählen ist eine andere Aufgabe als zu Hause: Das Werk wird vom ganzen Team und von Besuchern gesehen, im Stehen wie im Sitzen betrachtet und hängt unter flachem, gleichmäßigem Deckenlicht. Dieser Beitrag hilft bei drei Entscheidungen: Welche Größe passt zur Wand, in welcher Höhe hängt das Bild und wie wird es beleuchtet?
Warum Bilder fürs Büro ein eigenes Thema sind
Zu Hause wird ein Bild meist für eine einzige Sitzsituation gehängt. Im Büro geht man an derselben Wand vorbei, sitzt ihr in Besprechungen gegenüber und nutzt sie manchmal als Hintergrund für Videogespräche. Die Räume sind größer, die Decken oft höher, das Licht flacher und kühler. Auch die Wände sind anders: Trennwände aus Gipskarton, Glaswände oder die Wand einer gemieteten Etage, in die niemand bohren möchte. Wie mehrere Werke zusammen angeordnet werden, beschreibt der Beitrag eine Wand mit Tennisbildern gestalten; hier geht es nur um das, was für das Büro eigen ist: Größe, Höhe und Licht.
Erst den Raum lesen: fünf Bürowände
Empfang
Das ist die erste Wand, die ein Besucher sieht; sie wird im Stehen und aus einigen Metern Entfernung betrachtet. Ein einzelnes klares Werk oder eine ruhige Serie aus zwei oder drei Teilen wirkt hier gut.
Besprechungsraum
Die Betrachter sitzen, und der entfernteste Stuhl kann 4–5 Meter von der Wand entfernt stehen. Ein kleines Einzelbild geht auf diese Distanz verloren; es braucht eine Serie oder eine breitere Anordnung. Die Wand mit Bildschirm oder Whiteboard bleibt frei.
Flur
Das Werk wird aus der Nähe und im Vorbeigehen gesehen. Der Betrachtungsabstand liegt meist bei 1–1,5 Metern; mittelgroße Formate in einer Reihe mit gleichen Abständen geben dem Flur seinen Rhythmus.
Großraumbüro
Die Wand ist lang und durch Zonen unterbrochen. Statt jedem Team ein Bild gegenüberzuhängen, wirkt es ruhiger, die Wand in zwei oder drei Schwerpunkte zu gliedern.
Einzelbüro
Die Wand gegenüber dem Schreibtisch sieht die Person, die dort arbeitet; die Wand dahinter sehen Besucher und die Kamera. Für beide Wände wird getrennt entschieden.
Größe: Wie groß sollten Bilder fürs Büro sein
Drei praktische Maße helfen. Das erste ist das Wandverhältnis: Auf einer leeren Wand sollte die Gesamtbreite des Werks oder der Gruppe etwa 60–75 Prozent der nutzbaren Wandbreite einnehmen. Das zweite ist das Möbelverhältnis: Ein Bild über einem Sideboard, einem Sofa oder einem Schrank sollte etwa zwei Drittel bis drei Viertel so breit sein wie das Möbel darunter. Das dritte ist der Betrachtungsabstand: Ein Werk lässt sich aus etwa dem 1,5- bis 2-Fachen seiner Diagonale bequem erfassen.
Nehmen wir das Standardformat von Aurecort, 50 × 70 cm. Seine Diagonale beträgt rund 86 cm; ein Einzelbild wird also aus 1,3–1,7 Metern bequem betrachtet. Für Flur und kleinen Raum genügt das. Auf einer breiten Wand wird dasselbe Format als Serie vergrößert: Zwei Hochformate mit 8 cm Abstand nehmen 108 cm ein, drei kommen auf 166 cm. Über einem 160 cm breiten Sideboard entsprechen zwei Bilder (108 cm) dem Zwei-Drittel-Verhältnis. An einer leeren, 2,5 Meter breiten Wand im Besprechungsraum füllt eine Dreierserie (166 cm) etwa zwei Drittel der Wand. Der Abstand zwischen den Bildern liegt bei 5–10 cm und bleibt in der gesamten Serie gleich.
Welche Oberfläche und welche Serie zur Wand passen, lässt sich an den Arbeiten der Bilder-Serie im selben Format vergleichen.
Hängehöhe: Wie hoch hängen Bilder im Büro
Das Maß aus Galerien gilt auch hier: Die Bildmitte liegt etwa 145–150 cm über dem Boden. Das entspricht ungefähr der Augenhöhe eines stehenden Erwachsenen und ist der richtige Ausgangspunkt für Flur und Empfang.
Wo die Betrachter sitzen, rückt die Mitte nach unten. In Besprechungsräumen und Wartebereichen erlaubt eine Bildmitte bei 130–140 cm den Blick, ohne den Kopf zu heben. Über Möbeln richtet sich das Maß nach dem Möbel: Zwischen dessen Oberkante und der Unterkante des Rahmens bleiben 15–25 cm. Mehr löst das Bild vom Möbel, weniger engt es ein.
Die Position des Nagels ergibt sich aus einer kleinen Rechnung: Höhe der Bildmitte plus halbe Bildhöhe minus Abstand zwischen Oberkante und Aufhängung. Bei einem 70 cm hohen Bild, dessen Mitte auf 145 cm liegen soll und dessen Aufhängung 10 cm unter der Oberkante sitzt, kommt der Nagel auf 145 + 35 − 10 = 170 cm. In einer Serie liegen die Bildmitten auf einer Linie, nicht die Oberkanten.
An einer Wand, die als Hintergrund für Videogespräche dient, fällt die letzte Entscheidung durch die Kamera. Setzen Sie sich auf den Stuhl und machen Sie eine Probeaufnahme: Das Bild sollte oberhalb der Schulterlinie ins Bild kommen, ohne hinter dem Kopf abgeschnitten zu werden.
Beleuchtung: Bilder im Bürolicht
Büros haben in der Regel eine flache, gleichmäßige Allgemeinbeleuchtung von etwa 300–500 Lux auf der Arbeitsebene. Dieses Licht ist gut zum Lesen, hebt das Werk an der Wand aber nicht hervor. Damit ein Bild auffällt, genügt es, wenn das Licht darauf etwa dreimal so stark ist wie in der Umgebung; mehr ist nicht nötig. Museen halten lichtempfindliche Arbeiten auf Papier bei etwa 50 Lux und robustere Werke bei rund 150–200 Lux. Ein Büro ist kein Museum, aber das Prinzip ist dasselbe: Je weniger Licht ein Werk erhält und je kürzer, desto später bleicht es aus. Akzentlicht wird deshalb nicht stärker als nötig gewählt und außerhalb der Arbeitszeit ausgeschaltet.
Auch Lichtfarbe und Lichtqualität zählen. Warmweiß (2700–3000 K) wärmt Erdtöne und Holzrahmen; Neutralweiß (etwa 4000 K) passt zur Allgemeinbeleuchtung der meisten Büros und gibt Grün und Blau genauer wieder. Zwei verschiedene Farbtemperaturen werden an einer Wand nicht gemischt. Damit Farben richtig erscheinen, wird eine Lichtquelle mit einem Farbwiedergabeindex (CRI) von 90 oder mehr gewählt.
Für den Winkel gilt als praktisches Maß 30 Grad: Der Strahler wird in etwa 30 Grad zur Senkrechten auf die Bildmitte gerichtet. Ein steilerer Winkel wirft den Schatten des Rahmens auf das Werk, ein flacherer erzeugt Blendung im Glas.
Spiegelung und Tageslicht
Ein verglastes oder glänzendes Werk direkt gegenüber einem Fenster spiegelt dieses Fenster den ganzen Tag. Solche Werke gehören an eine Wand quer zum Fenster; gegenüber dem Fenster eignet sich eine matte Oberfläche besser. Wie sich Oberflächen im Licht verhalten, vergleicht der Beitrag Acrylglas oder Leinwand. Eine Wand mit direkter Sonne ist für kein Werk ein guter Platz; lässt sie sich nicht vermeiden, verlangsamen Archivmaterialien wie UV-Glas und säurefreies Passepartout das Ausbleichen, halten es aber nicht auf.
Motiv und Serie: eine ruhige Sprache fürs Büro
Ein Werk an der Bürowand wird jeden Tag stundenlang von denselben Menschen gesehen; kontrastreiche, dichte Kompositionen ermüden deshalb schnell. Ruhige Tennismotive wie Platzlinien, Belagsfarben und schlichte Geometrie halten langes Betrachten aus. Werke aus derselben Serie geben verschiedenen Räumen eine gemeinsame Sprache. In einem Büro, das Tennis aufmerksam verfolgt, ist die Wand auch ein Gesprächsanlass; die Turniere der Woche lassen sich im Aurecort-Beitrag Tennis aktuell verfolgen.
Schritt für Schritt: Bilder fürs Büro planen
Erster Schritt ist das Ausmessen der Wand: Breite, Deckenhöhe und, falls vorhanden, Breite und Höhe des Möbels darunter.
Zweiter Schritt ist die Art der Betrachtung: Wird die Wand im Stehen, im Sitzen oder im Vorbeigehen gesehen, und wie viele Meter ist der entfernteste Betrachter entfernt?
Dritter Schritt ist die Entscheidung über die Größe: ein Einzelbild, ein Paar oder eine Dreierserie? Die Gesamtbreite wird nach dem Verhältnis von 60–75 Prozent berechnet.
Vierter Schritt ist die Papierschablone. Papierbögen im Format der Bilder werden mit Malerkrepp an die Wand geklebt und bleiben ein bis zwei Tage hängen; entschieden wird an der Wand, nicht am Bildschirm.
Fünfter Schritt sind Höhe und Nagelposition: Die Mittellinie wird festgelegt und für jedes Bild die Nagelposition nach der obigen Rechnung markiert.
Sechster Schritt ist die zur Wand passende Befestigung. In Gipskarton gehören Hohlraumdübel, in Ziegel und Beton passende Dübel; an Wänden, in die nicht gebohrt werden darf oder deren Hängung oft wechselt, trägt eine Galerieschiene nahe der Decke die Bilder, ohne dass in die Wand gebohrt wird. Im gemieteten Büro wird vor dem Bohren die Hausverwaltung gefragt.
Siebter Schritt ist das Licht: Hängen die Bilder, werden die Strahler ausgerichtet und die Blendung zu verschiedenen Tageszeiten geprüft.
Werden mehrere Werke gewünscht, klären sich Stückzahl, Oberfläche und Lieferbedingungen in der Angebotsphase.
Häufige Fehler
Ein zu kleines Bild ist der häufigste Fehler: Ein einzelnes kleines Werk auf einer breiten Wand lässt die Wand noch leerer wirken.
Zu hoch zu hängen ist der zweite. Eine hohe Decke ist kein Grund, das Bild höher zu setzen; das Maß ist die Augenhöhe, nicht die Decke.
Abstände in einer Serie nach Augenmaß zu setzen, stört den Rhythmus der Reihe; Abstände werden gemessen und gleich gehalten.
Ein verglastes Bild gegenüber dem Fenster wird den ganzen Tag zum Spiegel.
Ein Bild neben Feuerlöscher, Elektroverteiler, Schalter oder Notausgangsschilder zu zwängen, schwächt Bild und Schild zugleich; der Bereich um solche Einrichtungen bleibt frei.
Im schmalen Flur stößt ein tiefer Rahmen, der weit von der Wand absteht, an die Schultern der Vorbeigehenden; für enge Durchgänge wird ein schmales Profil gewählt.
Für jeden Raum Werke in einem anderen Stil zu wählen, lässt das Büro unruhig wirken; eine Serie oder eine gemeinsame Farbwelt genügt.
Häufige Fragen
Wie groß sollten Bilder fürs Büro sein?
Die Gesamtbreite von Bild oder Serie sollte etwa 60–75 Prozent der Wand einnehmen, über Möbeln zwei Drittel bis drei Viertel der Möbelbreite. Ein einzelnes Bild in 50 × 70 cm passt an eine schmale Wand, ein Paar oder eine Dreierserie im selben Format an eine breite.
In welcher Höhe hängt man Bilder im Büro?
An Wänden, die im Stehen betrachtet werden, liegt die Bildmitte 145–150 cm über dem Boden. In Besprechungsräumen und Wartebereichen, die im Sitzen betrachtet werden, sinkt sie auf 130–140 cm; über Möbeln bleiben 15–25 cm zwischen Möbel und Unterkante.
Reicht die Allgemeinbeleuchtung im Büro für Bilder aus?
Sie reicht, damit das Bild zu sehen ist, nicht aber, damit es hervortritt. Ein einzelner Strahler mit hoher Farbwiedergabe, in etwa 30 Grad zur Senkrechten ausgerichtet, gibt den meisten Wänden genügend Akzent.
Kann man im gemieteten Büro Bilder aufhängen, ohne in die Wand zu bohren?
Galerieschienen nahe der Decke tragen Bilder an dünnen Seilen und erlauben das Umhängen; auch für die Schiene selbst braucht es die Zustimmung der Hausverwaltung. Für leichte Bilder kommen Klebehaken in Frage, sofern das Gewicht des Bildes die vom Hersteller angegebene Tragkraft nicht überschreitet.
Für Leinwand- und Acrylglasdruck sowie Schilder außerhalb der Tennis-Kollektion lohnt ein Blick auf die Schwestermarke Aurecort Reklam.
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