Bilder im Flur: Schmale Wände, Licht und Hängung

Bilder für Flur und Eingangsbereich auswählen: Durchgangsbreite, kurzer Betrachtungsabstand, Türen und Schalter, Kunstlicht und die passende Oberfläche.

Aurecort

10/10/20268 min lesen

Bilder im Flur auszuwählen ist eine andere Aufgabe als die Entscheidung für eine Wand im Wohnzimmer. Im Flur und im Eingangsbereich setzt sich niemand vor ein Bild; man geht daran vorbei. Die Wand ist schmal, der Abstand kurz, das Licht meist künstlich, und die halbe Wand gehört Türen, Schaltern und Steckdosen. Dieser Ratgeber geht diese Bedingungen der Reihe nach durch.

Warum Flur und Eingangsbereich ein eigenes Thema sind

Im Wohnzimmer hängt ein Bild über einem Möbel und wird vom Sofa gegenüber betrachtet. Im Flur gibt es weder das eine noch das andere. Das Werk wird im Gehen auf Augenhöhe gesehen, oft von der Seite und nur für wenige Sekunden. Was ankommt, ist weniger das einzelne Detail als der Rhythmus der Bilder und ihre Verbindung untereinander.

Der Eingangsbereich ist der erste Satz einer Wohnung. Die Wand, die man beim Öffnen der Tür sieht, ist die, auf die Gäste wie Bewohner jeden Tag zuerst schauen. Ein einzelnes Bild sagt hier mehr als eine lange Reihe.

Bilder im Eingangsbereich: die Wand, die man beim Öffnen der Tür sieht

Öffnen Sie die Wohnungstür und bleiben Sie auf der Schwelle stehen. Die Wand, auf die der Blick zuerst fällt, ist der Platz für das Bild. Meist ist es die Wand direkt gegenüber der Tür oder die auf der Seite, zu der die Tür nicht aufschlägt. Die Wand hinter dem Türblatt ist ungeeignet, weil sie bei jedem Öffnen verdeckt wird.

Im Eingangsbereich teilen sich mehrere Dinge die Wand: Garderobe, Spiegel, Konsole, Schuhschrank. Das Bild sollte mit ihnen nicht konkurrieren. Über einer Konsole verbinden 15–25 cm Abstand zwischen Rahmenunterkante und Möbel beides miteinander. Die Wand unmittelbar neben der Garderobe ist die Stelle, an der nasse Mäntel und Taschen entlangstreifen; sie bleibt besser frei oder einem verglasten Werk vorbehalten.

Drei Maße für Bilder im Flur

Durchgangsbreite

In den meisten Wohnungen ist der Flur etwa 90–120 cm breit. Bei einem so schmalen Durchgang wird wichtig, wie weit ein Werk von der Wand absteht. Leinwände und schmale Rahmen stehen 2–4 cm vor und stören nicht. Tiefe Objektrahmen und Vitrinen können 5–8 cm und mehr erreichen; auf Schulterhöhe ist dieser Unterschied in einem schmalen Flur spürbar. Für eine Schlägervitrine oder einen Erinnerungskasten wählen Sie den breitesten Abschnitt des Flurs oder die Wand an seinem Ende. Die Vitrinen der Wand-Serie werden nach Maß entworfen, sodass die Tiefe von Anfang an besprochen werden kann.

Betrachtungsabstand

Um ein Werk im Format 50 × 70 cm als Ganzes zu erfassen, muss man etwa 1,3–1,7 m zurücktreten; diese Rechnung steht im Beitrag zum Format 50 × 70. In einem schmalen Flur ist dieser Abstand selten vorhanden, selbst wenn man sich an die gegenüberliegende Wand lehnt. Die Folge ist einfach: Bilder im Flur werden aus der Nähe gelesen. Werke mit klarer Linie und Struktur, die auch auf kurze Distanz etwas hergeben, funktionieren hier gut. Große, ruhige Flächen, die erst aus der Entfernung wirken, gehören an die Stirnwand.

Der Blick von der Seite

Wer durch den Flur geht, sieht ein Werk zuerst in einem flachen Winkel. In diesem Winkel spiegeln glänzende Oberflächen das Licht der gegenüberliegenden Wand oder das Fenster des Nachbarzimmers. Bei verglasten Rahmen und bei Acrylglas lohnt es sich zu prüfen, woher das Licht kommt; matte Leinwand ist in dieser Hinsicht nachsichtiger. Die Unterschiede der Oberflächen erläutert unser Vergleich Acrylglas oder Leinwand.

Türen, Steckdosen, Schalter: die Wand lesen

Eine Flurwand wirkt leer, ist es aber nicht. Türzargen, Lichtschalter, Steckdosen, Thermostat, Gegensprechanlage und Sicherungskasten teilen sie in Abschnitte. Messen Sie vor dem Aufhängen den Teil, der wirklich frei ist: Die lichte Breite zwischen zwei Türzargen oder zwischen Zarge und Ecke ist die Wand, die Ihnen tatsächlich zur Verfügung steht.

Mindestens 10–15 cm Abstand zwischen Bildkante und Türzarge verhindern, dass das Bild wie an die Tür geklebt wirkt. Auch die Stelle direkt über einem Lichtschalter ist kein guter Platz: Dorthin greift jeden Tag eine Hand. Markieren Sie außerdem den Punkt, an dem eine geöffnete Tür die Wand berührt; wo Türblatt oder Klinke gegen den Rahmen schlagen würden, muss das Werk weichen.

Anordnung: Einzelbild, Reihe und Stirnwand

Die Wand am Ende des Flurs gehört zu den am wenigsten genutzten und am häufigsten gesehenen Wänden einer Wohnung: Jeder, der den Flur betritt, geht auf sie zu. Ein einzelnes, starkes Werk gibt dem Flur dort ein Ziel.

An der langen Seitenwand funktioniert eine Reihe aus Werken gleichen Formats gut. 5–10 cm Abstand zwischen den Bildern und eine gemeinsame Mittenhöhe (145–150 cm über dem Boden, wo im Stehen betrachtet wird) lassen die Reihe als Einheit erscheinen. Wie viele Bilder passen und wie breit die Reihe wird, lässt sich mit der Rechnung aus Wie gestaltet man eine Wand mit Tennisbildern? ermitteln; wenn Sie an zwei Reihen oder gemischte Formate denken, hilft der Beitrag Bilderwand oder Einzelbild bei der Entscheidung.

In einem von Türen unterbrochenen Flur wirkt ein Bild pro Wandabschnitt ruhiger als eine in kurze Abschnitte gezwängte Reihe. Haben alle Werke dieselbe Mittenhöhe, liest sich die Reihe trotz der Türen als eine Linie.

Licht: Bilder in einem Raum ohne Fenster

Die meisten Flure haben kein Fenster. Das Gute daran: Das Risiko, dass direktes Sonnenlicht die Farben ausbleicht, ist gering. Das Schwierige: Das Werk wird ausschließlich bei Kunstlicht gesehen. Eine einzelne Deckenleuchte in der Flurmitte beleuchtet den Boden, nicht die Wand.

Schwenkbare Strahler oder wandnah gesetzte Leuchten machen das Werk sichtbar. Trifft das Licht in einem Winkel von etwa 30 Grad zur Senkrechten auf das Bild, verringert das die Spiegelung auf Glas und Acrylglas. Damit Farben stimmig wirken, hat sich in Wohnungen warmweißes Licht mit 2700–3000 K und hoher Farbwiedergabe (CRI 90 und mehr) bewährt. Ausführlich haben wir das Thema Beleuchtung im Beitrag Bilder fürs Büro behandelt; dieselben Grundsätze gelten für den Flur.

Wo das Licht über einen Bewegungsmelder läuft, brennt es nur kurz. Das schont das Werk; die Nachlaufzeit sollte aber so lang sein, dass jemand im Vorbeigehen die Wand auch ansehen kann.

Die Oberfläche wählen: Robustheit im schmalen Durchgang

Der Flur ist der Teil der Wohnung mit dem meisten Kontakt: Taschen, Mäntel und getragene Gegenstände berühren die Wand. Leinwand spiegelt nicht, ist aber ungeschützt; ein harter Stoß kann eine Spur hinterlassen. Ein verglaster Rahmen schützt die Oberfläche, spiegelt dafür und wiegt mehr. Acrylglas lässt sich leicht abwischen, verlangt aber Vorsicht vor Kratzern.

Unabhängig von der Oberfläche ist die wirksamste Vorkehrung, das Werk nicht an die engste Stelle des Durchgangs zu hängen. Weil der Eingangsbereich nahe an der Wohnungstür liegt, sammelt sich Staub schneller; wie oft und wie gereinigt wird, steht im Beitrag Bilder richtig reinigen und pflegen.

Schritt für Schritt: Bilder für Flur und Eingangsbereich auswählen

1. Öffnen Sie die Tür, bleiben Sie auf der Schwelle stehen und bestimmen Sie die Wand, die Sie zuerst sehen.

2. Messen Sie die Breite des Flurs und die lichte Breite jedes Wandabschnitts zwischen den Türzargen.

3. Markieren Sie Schalter, Steckdosen, Thermostat und die Punkte, an denen die Türen die Wand berühren.

4. Entscheiden Sie sich für ein Einzelbild an der Stirnwand und eine Reihe an der langen Wand.

5. Schneiden Sie Papierschablonen im Format der Werke zu und kleben Sie sie an die Wand; gehen Sie einige Tage daran vorbei.

6. Prüfen Sie, woher das Licht kommt; bei Spiegelungen wechseln Sie die Oberfläche oder die Wand.

7. Legen Sie die Mittenhöhe fest und hängen Sie auf; Filzgleiter hinter den unteren Ecken verhindern, dass der Rahmen verrutscht.

Häufige Fehler

— An die Wand hängen, die hinter der geöffneten Tür liegt.

— Eine tiefe Vitrine an der engsten Stelle des Flurs platzieren.

— Ein großes, ruhiges Werk an eine Seitenwand hängen, vor der man nicht zurücktreten kann.

— Ein Bild direkt über einen Schalter oder eine Steckdose zwängen.

— In jedem Wandabschnitt eine andere Höhe verwenden.

— Sich auf eine einzelne Deckenleuchte verlassen und die Wand im Dunkeln lassen.

— Eine ungeschützte Oberfläche neben die Garderobe hängen.

Flur und Eingangsbereich bei Aurecort

Die Bilder-Serie von Aurecort besteht aus Kompositionen, die den Platz von oben zeigen; Linien und Belagfarbe bilden auf der Leinwand eine Ordnung, die auch an einer aus der Nähe betrachteten Wand lesbar bleibt. Das Standardformat ist 50 × 70 cm; verlangt ein schmaler Wandabschnitt oder eine Stirnwand etwas anderes, arbeiten wir im Sondermaß, und das Maß wird in der Angebotsphase festgelegt. Es genügt, die lichte Breite der Wand, die Breite des Flurs und den Abstand zwischen den Türzargen anzugeben.

Wie die Tenniswoche verläuft, lesen Sie in unserem aktuellen Tennis-Überblick. Für 3D-gedruckte und von Hand bemalte Dekorobjekte empfehlen wir einen Blick auf unsere Schwestermarke Aurecort 3D.

Häufige Fragen

Kann man in einem schmalen Flur Bilder aufhängen?

Ja. Wählen Sie Werke, die flach an der Wand liegen, mit schmalem Rahmen oder ohne, und halten Sie sie von der engsten Stelle des Durchgangs fern. In einem 90 cm breiten Flur lässt der Verzicht auf tiefe Objektrahmen einen bequemeren Durchgang.

In welcher Höhe hängen Bilder im Flur?

Im Flur wird im Stehen betrachtet; die Bildmitte auf 145–150 cm über dem Boden ergibt in den meisten Wohnungen das richtige Ergebnis. Entscheidend ist, für alle Werke im Flur dieselbe Mittenhöhe beizubehalten.

Spiegel oder Bild im Eingangsbereich?

Das eine ersetzt das andere nicht. Ein Spiegel ist funktional und hängt meist nahe der Tür; ein Bild gehört an die Wand, die man beim Öffnen der Tür sieht. Teilen sich beide eine Wand, lassen Sie Abstand dazwischen und richten Sie die Mitten aneinander aus.

Wie viele Bilder braucht ein Flur?

Das hängt von der lichten Breite der Wand ab. An kurzen, von Türen unterbrochenen Abschnitten genügt ein Bild; an einer langen, durchgehenden Wand funktioniert eine Reihe aus drei oder mehr Werken. Eine Gesamtbreite von etwa 60–75 Prozent der Wand ergibt ein ausgewogenes Bild.

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