Tennis aktuell: Andreeva im Finale, 10. Oktober
Tennis aktuell, 10. Oktober 2026: Andreeva im Finale von Peking; in Shanghai schlägt Zhou Yi (Nr. 277) Musetti, Medvedev siegt in drei Sätzen.
Aurecort
10/10/20268 min lesen
Stand Samstagmittag, 10. Oktober 2026 (Istanbuler Zeit), spielt sich Tennis aktuell weiter zwischen Peking und Shanghai ab. In Peking ist das erste Halbfinale der Damen gespielt: Mirra Andreeva besiegte Nikola Bartunkova mit 6:2, 6:2 und steht im Finale; das Halbfinale zwischen Zheng Qinwen und Elise Mertens folgt in der Abendsession. In Shanghai geht die zweite Runde zu Ende: Am Freitagabend warf der Lokalmatador Zhou Yi, die Nummer 277 der Welt, Lorenzo Musetti aus dem Turnier; am Samstag gewannen Daniil Medvedev, Felix Auger-Aliassime und Rafael Jodar jeweils nach verlorenem ersten Satz. Über die Viertelfinals von Peking und den Sieg von Hubert Hurkacz gegen Novak Djokovic haben wir im Beitrag „Tennis aktuell“ vom 9. Oktober berichtet; der heutige Text beginnt mit dem, was sich seither geändert hat.
Wo gespielt wird
Die Damen sind in Peking, bei den China Open, einem Turnier der Kategorie WTA 1000. Auf den Freiluft-Hartplätzen des National Tennis Center stehen die letzten beiden Tage an: Die Halbfinals finden heute statt, das Finale am Sonntag, 11. Oktober.
Die Herren sind in Shanghai. Das Shanghai Masters, ein Turnier der Kategorie ATP Masters 1000, wird in der Qizhong Forest Sports City Arena ebenfalls auf Hartplatz im Freien gespielt und endet am 18. Oktober. Im Hauptfeld stehen 96 Spieler; weil die 32 Gesetzten in der ersten Runde ein Freilos hatten, verteilte sich die zweite Runde auf zwei Tage: am Freitag die obere, am Samstag die untere Hälfte.
Der Hartplatz macht den Absprung des Balls berechenbar, kürzer werden die Matches dadurch nicht. Zwischen zwei Spielern, die ihren Aufschlag halten, entscheidet oft ein einziges Break oder der Tiebreak über den Satz; die meisten auffälligen Partien der letzten beiden Tage in Shanghai gingen über drei Sätze. Wie der Farbton des Belags und die Linien das Bild prägen, haben wir im Beitrag über Platzbeläge und ihre Farben beschrieben.
Peking: Mirra Andreeva ist die erste Finalistin
Im ersten Halbfinale des Tages besiegte die an Nummer vier gesetzte Mirra Andreeva die an Nummer 26 gesetzte Nikola Bartunkova mit 6:2, 6:2 und zog ins Finale der China Open ein. Die beiden hatten zuvor einmal gegeneinander gespielt, in der dritten Runde der diesjährigen US Open; auch dieses Match gewann Andreeva, mit 6:2, 7:6(5). Diesmal ging der zweite Satz nicht in den Tiebreak.
Im Viertelfinale hatte Andreeva gegen Ekaterina Alexandrova noch zwei Tiebreaks gebraucht; im Halbfinale gab sie in zwei Sätzen vier Spiele ab. Das Ergebnis zeigt, dass die Sätze anders als in jenem ausgeglichenen Viertelfinale diesmal deutlich vor dem Tiebreak entschieden waren.
Für Bartunkova endet das Turnier mit ihrem ersten WTA-1000-Halbfinale. Die 20-Jährige hatte auf dem Weg dorthin Aryna Sabalenka und Karolina Muchova jeweils in zwei Sätzen besiegt; trotz der Niederlage im Halbfinale gehört sie zu den Spielerinnen, die das Tableau in dieser Woche am stärksten verändert haben.
Im zweiten Halbfinale stehen sich Zheng Qinwen, mit einer Wildcard ins Hauptfeld gekommen, und die an Nummer 13 gesetzte Elise Mertens gegenüber; es beginnt nicht vor 19 Uhr Ortszeit (14 Uhr in Istanbul). Ihr bisher einziges Duell gewann Zheng 2025 in Charleston in drei Sätzen, 6:3, 3:6, 6:3. Mertens steht erstmals seit 2021 in einem WTA-1000-Halbfinale und soll am selben Tag mit Diana Shnaider auch ein Doppel-Halbfinale spielen. Die Belastung eines Tages mit zwei Matches lässt sich als einer der Faktoren werten; dass sie allein den Ausschlag gibt, lässt sich nicht belegen.
Der Spieler des Tages: Zhou Yi
Die letzte Überraschung des Freitagabends in Shanghai gelang vor heimischem Publikum. Zhou Yi, mit einer Wildcard im Hauptfeld und auf Platz 277 der Weltrangliste, besiegte den gesetzten Lorenzo Musetti mit 7:6(7), 3:6, 7:6(1). Das Match dauerte 2 Stunden und 28 Minuten; Zhou schlug 14 Asse und wehrte vier von fünf Breakbällen ab.
Schon in der ersten Runde hatte Zhou Mattia Bellucci im Tiebreak des Entscheidungssatzes bezwungen. Mit diesem Sieg steht er erstmals in der dritten Runde eines Masters-1000-Turniers; nach Angaben der ATP ist er der am drittniedrigsten platzierte Spieler, der in Shanghai die dritte Runde erreicht hat.
Die Struktur des Ergebnisses fasst das Match gut zusammen: Beide Sätze, die Zhou gewann, endeten im Tiebreak. Den Unterschied machte also kein Break, sondern eine Handvoll Punkte im kürzesten Format. Der erste Tiebreak war mit 9:7 denkbar knapp, der letzte mit 7:1 einseitig. Die Unterstützung des Publikums lässt sich als einer der Faktoren werten; dennoch zeigen 14 Asse, dass Zhou in den eigenen Aufschlagspielen wenig dem Zufall überließ.
Zhous Gegner in der dritten Runde ist Hubert Hurkacz, der am Freitag Djokovic besiegte. Es ist ihr erstes Duell.
Samstag: drei Sieger nach verlorenem ersten Satz
Am Samstag war die untere Hälfte des Tableaus an der Reihe, und in den ersten Ergebnissen des Tages wiederholte sich dreimal dasselbe Muster: Der Sieger hatte den ersten Satz abgegeben.
Der an Nummer fünf gesetzte Daniil Medvedev besiegte Jan-Lennard Struff mit 4:6, 6:4, 6:3. Medvedev war Anfang der Woche im Halbfinale von Peking disqualifiziert worden, nachdem ein von ihm auf die Tribüne geschlagener Ball einen Zuschauer getroffen hatte; es war sein erstes Match seither. Gegen Struff hat er nun zehn von zwölf Duellen gewonnen. Nach Angaben der ATP sind seine 31 Siege auf Hartplatz 2026 der Bestwert der Tour. Sein nächster Gegner wird zwischen Tomas Martin Etcheverry und Dalibor Svrcina ermittelt.
Der an Nummer vier gesetzte Felix Auger-Aliassime setzte sich gegen Camilo Ugo Carabelli mit 4:6, 7:6(1), 7:5 durch. Der Argentinier holte den ersten Satz; Auger-Aliassime gewann den zweiten im Tiebreak und den Entscheidungssatz in den letzten Spielen. Das Match dauerte 2 Stunden und 58 Minuten. In der dritten Runde trifft er auf den Sieger der Partie zwischen Alejandro Tabilo und Pablo Carreno Busta.
Auch der 20-jährige Rafael Jodar, zum ersten Mal in Shanghai am Start, gewann nach Satzrückstand: 4:6, 6:2, 6:3 gegen Thiago Agustin Tirante. Der an Nummer zwölf Gesetzte wehrte im Entscheidungssatz alle sechs Breakbälle ab. In der dritten Runde wartet Jiri Lehecka, der Nuno Borges mit 6:3, 3:6, 6:3 schlug.
Gemeinsam ist den drei Partien, dass die Gesetzten gegen Gegner ins Turnier starten, die bereits ein Match hinter sich haben. Diese Eingewöhnung lässt sich als einer der Gründe für die verlorenen ersten Sätze werten; dass alle drei ihre Matches drehten, zeigt, was über die längere Distanz den Ausschlag gibt.
Die übrigen Ergebnisse vom Freitag
Auch jene Zweitrundenpartien vom Freitag, die im gestrigen Beitrag fehlten, haben das Tableau geprägt. Quentin Halys besiegte den gesetzten Alexander Blockx mit 4:6, 7:6, 6:4 und ist damit in der dritten Runde der Gegner des topgesetzten Alexander Zverev. Karen Khachanov gewann gegen Arthur Fery ein Match, in dem alle drei Sätze in den Tiebreak gingen, mit 7:6, 6:7, 7:6. Arthur Gea schaltete den an Nummer 30 gesetzten Ugo Humbert mit 6:4, 3:6, 6:1 aus.
Frances Tiafoe (6:4, 6:4 gegen Yannick Hanfmann), Alexander Bublik (6:4, 7:6 gegen Tomas Machac), Brandon Nakashima (7:6, 7:5 gegen Matteo Berrettini), Jakub Mensik (6:3, 6:3 gegen Miomir Kecmanovic), Francisco Cerundolo (7:6, 6:3 gegen Roman Safiullin) und Alejandro Davidovich Fokina (6:1, 6:3 gegen Jenson Brooksby) kamen ohne Satzverlust weiter.
Tennis aktuell: die nächsten Matches und worauf es ankommt
In Peking steht das zweite Halbfinale des Tages an: Zheng gegen Mertens. Die Siegerin trifft im Finale am Sonntag auf Andreeva; das Ergebnis behandeln wir im morgigen Beitrag.
In Shanghai wurde der Spielbetrieb auf den Außenplätzen am Samstag gegen 15.50 Uhr Ortszeit wegen Regens unterbrochen; betroffen sind unter anderem die Partien Tabilo gegen Carreno Busta und Etcheverry gegen Svrcina. Auf den beiden Plätzen mit verschließbarem Dach liefen Taylor Fritz gegen Matteo Arnaldi und Casper Ruud gegen Bu Yunchaokete, als dieser Text entstand. In der Night Session trifft der an Nummer zwei gesetzte Carlos Alcaraz auf Juan Manuel Cerundolo; für Alcaraz, der vergangene Woche in Tokio den Titel holte, ist es das erste Match des Turniers. Danach betritt der Titelverteidiger, der an Nummer 17 gesetzte Valentin Vacherot, gegen Sebastian Baez den Platz. Außerdem stehen Arthur Fils gegen Pavel Kotov und Stefanos Tsitsipas gegen Luciano Darderi auf dem Programm.
Zu den bereits feststehenden Paarungen der dritten Runde gehören Zverev gegen Halys, Shelton gegen Gea, De Minaur gegen Sakamoto, Hurkacz gegen Zhou und Jodar gegen Lehecka.
Drei Punkte lohnen einen Blick. Erstens die ersten Sätze: Am Samstag gerieten drei Gesetzte zunächst in Rückstand, und es bleibt abzuwarten, ob sich das Bild in den übrigen Partien der unteren Hälfte wiederholt. Zweitens, ob Zhou die Ruhe aus den Tiebreaks auch gegen den Aufschlag von Hurkacz behält. Drittens, ob der Qualifikant Rei Sakamoto sein Niveau gegen De Minaur halten kann.
Die Damentour zieht am Montag für ein weiteres WTA-1000-Turnier nach Wuhan weiter. Das Hauptfeld wird vom 12. bis 18. Oktober auf den Freiluft-Hartplätzen des Optics Valley International Tennis Center gespielt; die Qualifikation läuft an diesem Wochenende.
Derselbe Platz in zweierlei Licht
In Shanghai beginnt das Programm am Mittag und endet mit der Night Session. Derselbe Hartplatz wirkt bei Tageslicht matt und gleichmäßig, unter Flutlicht dunkler und schärfer; die Linien bleiben, wo sie sind, es ändert sich nur das Licht.
Die Tennisbilder und Vitrinen von Aurecort aus Kadıköy, Istanbul, gehen von dieser Beobachtung aus: der Farbe des Belags, dem Weiß der Linie und dem Verhältnis zwischen beiden. Die Bilder-Serie versammelt die Tennisbilder der Kollektion; das Standardmaß ist 50 × 70 cm. Wie Farbe und Textur in einer Komposition ins Gleichgewicht kommen, beschreibt der Beitrag über Farbe, Textur und Komposition bei Tennisbildern. Für 3D-gedruckte und von Hand bemalte Dekorobjekte lohnt ein Blick auf die Schwestermarke Aurecort 3D.
Tennis aktuell erscheint jeden Tag in diesem Blog. Wie die Beiträge entstehen und wie man sie verfolgen kann, erklären wir auf der Seite „Tennis aktuell jeden Tag“.
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