Tennis aktuell: Zheng im Halbfinale, 9. Oktober

Tennis aktuell, 9. Oktober 2026: Zheng Qinwen steht in Peking im Halbfinale, Andreeva gewinnt zwei Tiebreaks; Zverev und Shelton siegen in Shanghai.

Aurecort

10/9/20266 min lesen

Stand Freitagnachmittag, 9. Oktober 2026: Tennis aktuell spielt sich in zwei chinesischen Städten ab. In Peking sind drei der vier Viertelfinals der Damen gespielt, und Lokalmatadorin Zheng Qinwen steht als Dritte im Halbfinale. In Shanghai bestritten die Gesetzten ihre ersten Matches; die ersten Stunden des Tages brachten zwei frühe Abschiede. Das Donnerstagsmatch Bartunkova–Muchova haben wir in der Ausgabe von Tennis aktuell vom 8. Oktober beschrieben; Nikola Bartunkova gewann es 6:3, 6:0 und zog ins Halbfinale ein. Der heutige Beitrag beginnt mit dem, was sich seither geändert hat.

Wo gespielt wird

Die Damen sind in Peking, bei den China Open. Das WTA-1000-Turnier wird auf den Hartplätzen im Freien des National Tennis Center gespielt. Das Hauptfeld begann mit 96 Spielerinnen, die 32 Gesetzten hatten in der ersten Runde ein Freilos. Die Viertelfinals verteilten sich auf den 8. und 9. Oktober; die Halbfinals folgen am Samstag, 10. Oktober, das Finale am Sonntag, 11. Oktober.

Die Herren sind in Shanghai. Das Shanghai Masters, ein Turnier der Kategorie ATP Masters 1000, begann am 7. Oktober in der Qizhong Forest Sports City Arena, ebenfalls auf Hartplatz im Freien, und dauert bis zum 18. Oktober.

Auf Hartplatz springt der Ball berechenbar ab; wer gut aufschlägt, bringt sein Aufschlagspiel leichter durch, und Sätze werden oft durch wenige Punkte entschieden. Die Ergebnisse der letzten zwei Tage bestätigen das: In den beiden Pekinger Viertelfinals endeten drei Sätze im Tiebreak, in Shanghai je einer in den Matches der beiden Favoriten. Wie Beläge Spiel und Bild prägen, haben wir im Beitrag über Tennisplatz-Beläge und ihre Farben ausführlich behandelt.

Die Spielerin des Tages: Zheng Qinwen

Zheng Qinwen, mit einer Wildcard im Hauptfeld, besiegte am Freitag die an Nummer sechs gesetzte Elina Svitolina 6:3, 7:6 (6) und zog ins Halbfinale ein. Den ersten Satz holte sie 6:3; der zweite ging in den Tiebreak und endete 8:6.

Im Achtelfinale hatte Zheng gegen Alina Charaeva noch drei Sätze gebraucht, 6:1, 2:6, 6:4. Dass sie das Viertelfinale in zwei Sätzen beendete, lässt sich als wertvoll einordnen, weil es die Zeit auf dem Platz vor dem Halbfinale begrenzt. Auch die Unterstützung des Heimpublikums kann zu den Faktoren gezählt werden; entschieden haben das Ergebnis dennoch wenige Punkte am Ende des zweiten Satzes. Zwei Punkte Unterschied im Tiebreak zeigen, wie schmal der Grat ist, auf dem ein ausgeglichenes Match auf Hartplatz entschieden wird.

Zhengs Gegnerin im Halbfinale ist die Siegerin des heutigen Abendmatches zwischen Mertens und Swiatek.

Andreeva mit zwei Tiebreaks weiter

Im anderen Viertelfinale vom Donnerstag besiegte die an Nummer vier gesetzte Mirra Andreeva die an Nummer 19 gesetzte Ekaterina Alexandrova 7:6 (4), 7:6 (3). In beiden Sätzen ging zunächst Andreeva in Führung. Im ersten fiel sie von 2:0 auf 3:5 zurück; im zweiten führte sie 4:1 und schlug bei 5:3 zum Matchgewinn auf. Alexandrova holte beide Male auf, doch beide Tiebreaks gingen an die 19-Jährige.

Die beiden bisherigen Duelle hatte Alexandrova gewonnen; es ist Andreevas erster Sieg gegen sie. Dass sie ihre Führungen nicht ins Ziel brachte, lässt sich als Punkt mit Entwicklungspotenzial festhalten. Dass sie dagegen beide Tiebreaks für sich entschied, ersparte ihr einen dritten Satz.

Andreeva trifft am Samstag im Halbfinale auf die 20-jährige Bartunkova.

Wer noch im Feld ist

Von den drei Spielerinnen, die bereits im Halbfinale stehen, gehört nur Andreeva zu den ersten acht der Setzliste. Bartunkova ist an Nummer 26 gesetzt, Zheng ist ungesetzt. Die Nummern zwei und drei der Setzliste, Aryna Sabalenka und Coco Gauff, schieden in früheren Runden aus: Bartunkova besiegte Sabalenka in der dritten Runde 6:4, 6:3, Elise Mertens besiegte Gauff im Achtelfinale 6:3, 6:3. Ein so weit geöffnetes Tableau gibt den letzten beiden Turniertagen ein anderes Bild als die gewohnten Paarungen.

Der erste Tag der Gesetzten in Shanghai

Beim Shanghai Masters haben die Gesetzten in der ersten Runde ein Freilos und steigen in der zweiten Runde ein. Am Freitag war die obere Hälfte des Tableaus im Einsatz.

Der topgesetzte Alexander Zverev besiegte den einheimischen Wildcard-Spieler Wu Yibing 6:4, 7:6 (4). Auch der an Nummer drei gesetzte Ben Shelton kam weiter, 6:3, 7:6 (6) gegen Daniel Altmaier. Altmaier hatte in der ersten Runde Holger Rune 1:6, 7:6 (5), 6:4 ausgeschaltet. Sheltons Gegner in der dritten Runde ist Arthur Gea, der Ugo Humbert besiegte.

Beide Favoriten holten den zweiten Satz im Tiebreak. Die Ergebnisse waren knapp, doch ohne Satzverlust weiterzukommen, darf als guter Auftakt in ein langes Turnier gelten.

Zwei frühe Abschiede

Die Überraschungen des Tages kamen von zwei verschiedenen Plätzen. Adrian Mannarino besiegte den an Nummer sechs gesetzten Flavio Cobolli 6:1, 4:6, 6:3. Rei Sakamoto, Qualifikant und Nummer 137 der Weltrangliste, besiegte den gesetzten Andrey Rublev 6:4, 6:4.

Sakamotos nächster Gegner ist der an Nummer neun gesetzte Alex de Minaur. De Minaur kam kampflos durch die zweite Runde, weil sein Gegner Alex Molcan nicht antreten konnte.

Die Gesetzten beginnen das Turnier gegen Gegner, die bereits ein Match gespielt und sich an Platz und Bedingungen gewöhnt haben. Das kann als einer der Faktoren für Überraschungen in den ersten Tagen gelten; eine Erklärung für sich allein ist es nicht.

Das Zweitrundenmatch des an Nummer zehn gesetzten Novak Djokovic gegen Hubert Hurkacz, den Sieger von 2023, war für die Night Session angesetzt und bei Fertigstellung dieses Beitrags noch nicht beendet.

Tennis aktuell: die nächsten Matches und worauf zu achten ist

In Peking wird heute Abend das letzte Viertelfinale gespielt: die an Nummer 13 gesetzte Elise Mertens gegen die an Nummer acht gesetzte Iga Swiatek. Swiatek hatte im Achtelfinale die an Nummer zehn gesetzte Iva Jovic 6:1, 6:3 besiegt. Die Siegerin spielt am Samstag gegen Zheng.

Am Samstag stehen in Peking zwei Halbfinals an: Andreeva gegen Bartunkova sowie Zheng gegen die Siegerin des heutigen Abendmatches. Das Finale ist am Sonntag.

In Shanghai tritt am Samstag die untere Hälfte des Tableaus an. Der an Nummer zwei gesetzte Carlos Alcaraz spielt gegen Juan Manuel Cerundolo, der an Nummer vier gesetzte Felix Auger-Aliassime gegen Camilo Ugo Carabelli, der an Nummer fünf gesetzte Daniil Medvedev gegen Jan-Lennard Struff.

Beim Zuschauen lohnen drei Punkte. Erstens die Tiebreaks: Ein guter Teil der Sätze dieser Woche wurde dort entschieden, und an solchen Tagen wiegen Aufschlagspiele schwerer. Zweitens, wie Bartunkova die ersten Spiele ihres ersten WTA-1000-Halbfinals angeht. Drittens, ob Sakamoto gegen De Minaur dasselbe Niveau halten kann.

Die Damentour zieht nächste Woche für ein weiteres WTA-1000-Turnier nach Wuhan weiter (12.–18. Oktober).

Linie, Fläche und Wand

Mit seiner ebenen, einfarbigen Fläche und den scharfen weißen Linien zeigt der Hartplatz die Ordnung eines Tennisplatzes in ihrer schlichtesten Form. In einer Woche der Tiebreaks wird auch sichtbar, wie entscheidend wenige Zentimeter neben diesen Linien sein können.

Diese Geometrie ist der Ausgangspunkt der Tennisbilder und Vitrinenarbeiten von Aurecort aus Kadıköy, Istanbul: Linie, Fläche und der Raum dazwischen. Die Plexi-Serie versammelt Arbeiten, deren glänzende Oberfläche an das Licht einer Night Session erinnert; das Standardformat ist 50 × 70 cm. Für Leinwand, Acrylglasdruck und Beschilderung außerhalb der Tenniskollektion lohnt ein Blick auf die Schwestermarke Aurecort Reklam.

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