Rahmung in Archivqualität: UV-Glas, säurefreies Passepartout und Lebensdauer
Was ist Rahmung in Archivqualität? Wie UV-Glas, säurefreies Passepartout und die richtigen Bedingungen Ihr Bild und Ihre Schlägervitrine über Jahre schützen.
Aurecort
10/1/20264 min lesen
Ein Bild oder eine Schlägervitrine über Jahre wie am ersten Tag zu erhalten hängt großteils an unsichtbaren Details. Rahmung in Archivqualität heißt: wie das Glas Licht filtert, welcher Karton hinter dem Werk liegt und wie gut alles vor Feuchtigkeit geschützt ist. Hier erklären wir diese drei Elemente in einfachen Worten.
Was bedeutet Rahmung in Archivqualität?
Archivqualität bedeutet, dass die Materialien im Rahmen dem Werk mit der Zeit nicht schaden. Gewöhnlicher Karton enthält Säure; er vergilbt über die Jahre und kann auch das Papier oder den Druck vergilben lassen, den er berührt. Gewöhnliches Glas lässt die ultraviolette (UV-)Strahlung des Sonnenlichts weitgehend durch, und die Farben verblassen langsam. Der Archivansatz will beide Effekte minimieren.
UV-Glas: Farben vor dem Verblassen schützen
UV-Schutzglas filtert einen erheblichen Teil der ultravioletten Strahlung. Je nach Hersteller und Produkt verschieden, hält solches Glas typischerweise den Großteil der UV-Strahlung ab. Das macht besonders bei farbkräftigen Drucken, signierten Objekten und sonnigen Wänden einen Unterschied.
Dazu kommt die Spiegelung. Entspiegeltes Glas verringert den Glanz des Raumlichts auf der Scheibe; das Werk wirkt, als stünde es im Raum und nicht hinter Glas. Bei Arbeiten mit Tiefe wie Schlägervitrinen ist der Effekt noch deutlicher.
Säurefreies Passepartout: der stille Schutz um das Werk
Das Passepartout schafft Abstand zwischen Werk und Glas und verhindert das Ankleben. Ein säurefreies Passepartout vergilbt nicht und gibt keine Säure an das Werk ab. Auch die Farbe zählt: Weiß und gebrochenes Weiß heben das Werk hervor, dunkle Töne rahmen dramatischer. Bei Tennismotiven wirkt ein Passepartout gut, das das Weiß der Platzlinien aufnimmt.
Weitere Faktoren für die Lebensdauer
So gut das Material auch ist, die Umgebung beeinflusst die Lebensdauer direkt. Einige einfache Regeln machen viel aus:
• Wände mit direkter Sonne meiden; auch UV-Glas hält die Sonne nicht vollständig ab.
• Feuchte Räume wie Bad und Küche sind für Papier und Holz ungeeignet.
• Direkt über dem Heizkörper ist es wegen der Temperaturwechsel riskant.
• Beim Reinigen das Tuch besprühen, nicht das Glas; so dringt keine Flüssigkeit in den Rahmen.
Für Schlägervitrinen und Objekte
Für dreidimensionale Objekte wie Schläger, Ball oder signiertes Trikot gilt dieselbe Logik, ergänzt um die Tiefe. Das Objekt darf das Glas nicht berühren, die Rückwand muss fest sitzen und der Kasten staubgeschützt sein. Im Aurecort-Atelier fertigen wir Vitrinen nach Maß und berechnen von Anfang an die Tiefe, bei der das Objekt das Glas nicht berührt.
Kurz zusammengefasst
Stellen Sie für einen langlebigen Rahmen drei Fragen: Was bietet das Glas gegen UV und Spiegelung? Sind die Materialien hinter und um das Werk säurefrei? Wo, in welchem Licht und bei welcher Feuchtigkeit hängt das Werk? Sind alle drei richtig beantwortet, sieht die Arbeit auch nach Jahren aus wie am ersten Tag.
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