Tennis aktuell: Überraschungen in Paris, 5.11.

Tennis aktuell am 5. November: Musetti schlägt Zverev, Hijikata schlägt Djokovic; Shelton und Paul im Viertelfinale von Paris.

Aurecort

11/5/20265 min lesen

Stand Donnerstagnachmittag, 5. November 2026, dreht sich im Tennis aktuell alles um Paris. Beim letzten Masters-Turnier der Saison schieden am Mittwoch sechs Gesetzte aus, darunter der Topgesetzte Alexander Zverev, und am Donnerstag fügten sich die ersten Teile des Viertelfinals zusammen. Ben Shelton und Tommy Paul erreichten die Runde der letzten acht und treffen dort aufeinander, Carlos Alcaraz zog ohne Spiel ins Viertelfinale ein. Bei den Frauen richtet sich der Blick auf die WTA Finals, die am Sonntag in Indian Wells beginnen.

Unser letzter Überblick behandelte Alcaraz' Titel in Wien und die ersten Runden in Paris; Sie finden ihn unter Tennis aktuell vom 1. November. Das Finale von Basel, das damals noch lief, gewann Valentin Vacherot gegen Jiri Lehecka mit 2:6, 6:3, 6:3 nach Satzrückstand. Es ist der zweite ATP-Titel seiner Karriere.

Wo gespielt wird

Die Rolex Paris Masters finden vom 2. bis 8. November in der La Défense Arena in Nanterre statt, auf einem Hartplatz in der Halle. In der Halle gibt es weder Wind noch Sonne, der Absprung ist gleichmäßig, und der Aufschläger ist meist im Vorteil. Deshalb gehen Sätze oft in den Tiebreak, und wenige Punkte entscheiden. Die Ergebnisse dieser Woche bestätigen das: In acht der vierzehn Einzel vom Mittwoch wurde mindestens ein Tiebreak gespielt.

Tennis aktuell: ein Mittwoch der Überraschungen in Paris

Die Runde der letzten 32 war ein schwerer Tag für die Gesetzten. Der Weltranglistenerste und Topgesetzte Zverev verlor gegen Lorenzo Musetti 6:7 (5:7), 2:6. Zverev führte im Tiebreak des ersten Satzes 5:2; Musetti gewann fünf Punkte in Folge, drehte den Satz und kontrollierte den zweiten Durchgang. Nach Angaben der ATP ist es Musettis zweiter Sieg gegen einen Weltranglistenersten. Für Zverev war Paris das erste Turnier, seit er an die Spitze der Rangliste aufgestiegen ist. Musetti hatte im vergangenen Monat in Lyon den Titel geholt und laut ATP acht seiner letzten neun Matches gewonnen; diese Form spricht eher für eine Serie als für einen Zufall.

Das zweite große Ergebnis des Tages lieferte Qualifikant Rinky Hijikata. Der Australier besiegte den an Nummer zehn gesetzten Novak Djokovic nach Satzverlust mit 2:6, 6:3, 6:3. Das Match dauerte 2 Stunden und 13 Minuten; Hijikata wehrte im letzten Satz alle drei Breakbälle ab und beendete die Partie mit einem Vorhand-Winner. Die beiden vorherigen Duelle hatte Djokovic gewonnen. Mit der Niederlage sind auch Djokovics Chancen auf das Saisonfinale in Turin vorbei.

Es wäre falsch, diese Ergebnisse auf eine einzige Ursache zurückzuführen. In der Halle kann aber schon ein kleiner Rückgang der ersten Aufschläge einen Satz kippen lassen; Zverevs verspielte Tiebreak-Führung lässt sich als deutliches Beispiel lesen.

Weitere Ergebnisse

Am Mittwoch verlor der an Nummer vier gesetzte Daniil Medvedev gegen den Peruaner Ignacio Buse 4:6, 4:6. Der an Nummer acht gesetzte Alex de Minaur unterlag Tomas Martin Etcheverry 6:7 (2:7), 3:6. Quentin Halys wehrte gegen den an Nummer sieben gesetzten Frances Tiafoe vier Matchbälle ab und gewann 6:3, 1:6, 7:6 (11:9); damit stand auch Arthur Fils' Platz in Turin fest. Alcaraz schlug Alex Michelsen 7:6 (7:4), 6:3. Taylor Fritz setzte sich gegen Alex Molcan 6:7 (6:8), 7:5, 7:6 (7:5) durch, alle drei Sätze endeten im Tiebreak. Fils besiegte Tomas Machac 6:3, 7:6 (7:4), Paul gewann gegen Daniel Merida 6:1, 6:1. Auch die Franzosen Luca Van Assche und Arthur Rinderknech erreichten das Achtelfinale.

Im ersten Match am Donnerstag schlug Paul Halys in 1 Stunde und 35 Minuten mit 7:6 (7:3), 6:4. Danach verlor Shelton gegen Rinderknech den ersten Satz, gewann aber nach 2 Stunden und 3 Minuten mit 3:6, 6:4, 7:6 (7:5) und steht im Viertelfinale. Das Match von Alcaraz gegen Matteo Berrettini fand nicht statt; Alcaraz kommt kampflos weiter. Die Ergebnisse von Hijikata gegen Etcheverry und von Nuno Borges gegen Buse standen beim Schreiben dieser Zeilen noch nicht fest.

Sheltons Match fasst die Woche zusammen: Satzrückstand, Tiebreak im dritten Satz und mehr als zwei Stunden auf dem Platz. Nach dem Aus von Halys und Rinderknech am Donnerstag sind mit Fils und Van Assche nur noch zwei Franzosen im Feld, beide spielen am Donnerstag. Pauls Sieg gegen Halys war kürzer und kontrollierter; nach den Schlagzeilen der ATP hält er damit seine Hoffnung auf Turin am Leben.

Wie es weitergeht und worauf man achten sollte

Auf dem Centre Court trifft Musetti auf Van Assche, der in der Runde zuvor den an Nummer 15 gesetzten Learner Tien mit 7:6 (7:4), 6:4 geschlagen hatte; der Sieger spielt im Viertelfinale gegen den Sieger aus Hijikata gegen Etcheverry. In der Abendsession beginnt Fils gegen Fritz nicht vor 19 Uhr Pariser Zeit, Jan-Lennard Struff gegen Casper Ruud nicht vor 20.30 Uhr. Der Sieger aus Fils gegen Fritz trifft im Viertelfinale auf Alcaraz.

Im Rennen um Turin sind sechs der acht Plätze vergeben: Zverev, Alcaraz, Shelton, Medvedev, Flavio Cobolli und Fils. Für die letzten beiden müssen Paul und Fritz in Paris das Finale erreichen, während Tiafoe und Rafael Jodar, beide bereits ausgeschieden, auf andere Ergebnisse warten. Das Viertelfinale zwischen Shelton und Paul am Freitag ist deshalb mehr als ein Ticket fürs Halbfinale: Es kann mitentscheiden, wer als Letzter zum Saisonfinale reist. Die Nitto ATP Finals werden vom 15. bis 22. November in Turin gespielt.

Die WTA Finals finden vom 8. bis 15. November im Indian Wells Tennis Garden in Kalifornien statt, unter freiem Himmel auf Hartplatz. In Gruppe 1 spielen Elena Rybakina, Coco Gauff, Jessica Pegula und Linda Noskova, in Gruppe 2 Aryna Sabalenka, Mirra Andreeva, Elina Svitolina und Karolina Muchova. Am Sonntag eröffnen Rybakina gegen Noskova und Gauff gegen Pegula, am Montag folgen Sabalenka gegen Muchova und Andreeva gegen Svitolina. Die beiden Besten jeder Gruppe erreichen das Halbfinale.

Die Farben eines Hallenplatzes

Ein Hartplatz in der Halle wirkt unter Kunstlicht anders als ein Platz im Freien. Die Linien sind schärfer, die Belagsfarbe ist gleichmäßiger, Schatten gibt es kaum. Dieses klare Bild ist auch ein guter Ausgangspunkt für Kompositionen, die den Platz von oben zeigen. Unser Beitrag über Tennisplatz-Beläge und ihre Farben erklärt die Farben der einzelnen Beläge und ihre Herkunft. Auch die Bilder-Serie von Aurecort setzt Linien und Belagsfarbe des Platzes als Ordnung auf die Leinwand; das Standardformat ist 50 × 70 cm. Für Druck- und Beschilderungsarbeiten jenseits des Tennisthemas finden Sie mehr bei Aurecort Reklam.

Wie diese Beiträge entstehen, auf welche Quellen sie sich stützen und wie Sie sie verfolgen können, erklären wir auf der Seite Tennis täglich aktuell.

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