Tennis aktuell: Alcaraz siegt in Wien, 1. Nov.

Tennis am 1. November: Alcaraz gewinnt Wien, Shnaider Tokio, Dart Guangzhou; das Finale in Basel und die erste Runde der Paris Masters.

Aurecort

11/1/20265 min lesen

Stand Sonntagnachmittag, 1. November 2026, endet die Tenniswoche mit drei Titeln und einem Finale, das noch läuft. Carlos Alcaraz gewann in Wien, Diana Shnaider in Tokio und Harriet Dart in Guangzhou. In Basel war das Finale zwischen Jiri Lehecka und Valentin Vacherot im Gange; das Ergebnis stand beim Schreiben dieser Zeilen noch nicht fest. Morgen beginnt in Paris das letzte Masters-Turnier der Saison. In unserem gestrigen Tennis-Überblick ging es um den Halbfinaltag und den weiteren Weg; heute folgen die Ergebnisse und das Bild der neuen Woche.

Wo wurde gespielt?

Die Erste Bank Open in Wien und die Swiss Indoors in Basel sind zwei ATP-500-Turniere in der Halle auf Hartplatz; beide begannen am 26. Oktober und enden heute. Bei den Frauen wurden die Toray Pan Pacific Open in Tokio (WTA 500) und die Guangzhou Open (WTA 250) im Freien auf Hartplatz abgeschlossen. Ab morgen heißt die Bühne Paris: Die Rolex Paris Masters finden vom 2. bis 8. November in der La Défense Arena in Nanterre statt, wieder auf einem Hartplatz in der Halle.

In der Halle spielen Wind, Sonne und Luftfeuchtigkeit keine Rolle, der Ball springt in jedem Match ähnlich ab. Das begünstigt meist Spieler mit starkem Aufschlag und hartem erstem Schlag. Wer von Wien und Basel nach Paris wechselt, bleibt auf demselben Belag; für die Spieler aus Asien kann der Wechsel vom Freiplatz in die Halle als Detail gelten, das den Rhythmus verändert.

Tennis aktuell: Alcaraz gewinnt Wien ohne Satzverlust

Das klarste Ergebnis der Woche lieferte das Finale in Wien. Der an Nummer zwei gesetzte Carlos Alcaraz schlug Alex de Minaur 6:1, 6:4; laut ATP dauerte das Match 97 Minuten. Im ersten Satz gelangen Alcaraz drei Breaks, im zweiten brach er De Minaurs langen Widerstand im zehnten Spiel und verwandelte seinen ersten Matchball. Es ist sein erster Titel in Wien und der vierte dieser Saison; die ganze Woche gab er keinen Satz ab. Laut ATP-Statistik gewann er im Finale 29 der 36 Punkte nach erstem Aufschlag; De Minaur hatte im zweiten Satz im zweiten, vierten und achten Spiel Breakbälle abgewehrt.

Der direkte Vergleich steht nun bei 7:0. De Minaur hatte im Halbfinale mit einem 6:4, 1:6, 7:6(4) gegen den topgesetzten Alexander Zverev eine starke Leistung gezeigt. Alcaraz hatte im Halbfinale Daniil Medvedev 6:4, 7:6(2) besiegt.

Als Einordnung lässt sich sagen: De Minaurs gute Hallenbilanz in diesem Jahr ließ das Finale auf dem Papier ausgeglichen erscheinen, doch das Tempo des ersten Satzes entschied es früh. Der hohe Anteil an Punkten, die Alcaraz mit dem ersten Aufschlag gewann, half ihm, in der Halle den Rhythmus zu bestimmen. De Minaurs Widerstand im zweiten Satz deutet auf ein längeres Ringen hin, als das Ergebnis zeigt.

Weitere Ergebnisse

Tokio: Shnaider gewinnt auch ihr sechstes Finale

In Tokio schlug die an Nummer drei gesetzte Diana Shnaider Leylah Fernandez 6:4, 5:7, 6:2 und holte den sechsten Einzeltitel ihrer Karriere; das Match dauerte 2 Stunden und 18 Minuten. Shnaider führte im zweiten Satz 4:0, doch Fernandez holte Spiel um Spiel und gewann den Satz. Im dritten Satz wehrte Shnaider die Breakchancen gegen sich ab und ging mit einem eigenen Break in Führung. Es ist Shnaiders erster Titel der Saison; alle sechs Einzelfinals ihrer Karriere hat sie gewonnen. Die ersten beiden Duelle hatte Fernandez gewonnen; nach Angaben der WTA entschied Shnaider die letzten vier für sich, drei davon in dieser Saison. Fernandez erreichte nach konstanten Wochen ein weiteres Finale.

Guangzhou: aus der Qualifikation zum Titel

In Guangzhou besiegte Qualifikantin Harriet Dart die junge Österreicherin Lilli Tagger 4:6, 6:3, 6:4 und gewann ihren ersten WTA-Einzeltitel; das Finale dauerte 2 Stunden und 18 Minuten. Dart gewann in dieser Woche einschließlich der Qualifikation sieben Matches, sechs davon gingen über drei Sätze. Das Finale hatte eine Vorgeschichte: Wie die WTA berichtet, hatte Tagger Dart in diesem Jahr in einem ITF-Finale in Fujairah geschlagen; in Guangzhou ging der Pokal diesmal an Dart. Als Einordnung: Ein Titel aus so vielen langen Matches verlangt Geduld ebenso wie körperliche Ausdauer.

Basel: Das Finale läuft

Im Basler Finale treffen die Sieger der beiden Halbfinals vom Samstag aufeinander. Vacherot hatte Taylor Fritz 7:6(5), 6:3 besiegt. Der an Nummer acht gesetzte Lehecka drehte gegen Jan-Lennard Struff einen Satzrückstand und gewann 3:6, 7:5, 6:4; das Match dauerte über zwei Stunden. Das Ergebnis des Finales stand beim Schreiben dieser Zeilen noch nicht fest; es folgt im nächsten Überblick.

Die nächsten Matches: Worauf es in Paris ankommt

Bei den Rolex Paris Masters wird die erste Runde am Montag gespielt, das Finale am Sonntag, 8. November. Titelverteidiger Jannik Sinner fehlt wegen Problemen am rechten Knie; auch Joao Fonseca gehört zu den Absagen. An Nummer eins gesetzt ist Zverev, an Nummer zwei Alcaraz; die acht bestgesetzten Spieler haben in der ersten Runde ein Freilos.

Die meistbeachtete Erstrundenpartie ist die zwischen dem an Nummer zehn gesetzten Novak Djokovic und Vacherot. Beide Basler Finalisten spielen in Paris schon in der ersten Runde: Lehecka trifft auf Alex Michelsen, der Sieger dieses Matches ist in der zweiten Runde Gegner von Alcaraz. Zverevs erster Gegner ist der Sieger der Partie zwischen Lorenzo Musetti und Hubert Hurkacz. Die Ansetzungen für Montag waren beim Schreiben dieser Zeilen noch nicht veröffentlicht; laut Turnierplan beginnt die Abendsession nicht vor 19:00 Uhr Ortszeit.

Worauf sollte man diese Woche achten? Erstens darauf, wie sich die Spieler, die am Sonntag ein Finale bestritten haben, einen Tag später auf ein neues Turnier einstellen. Die kurze Pause kann vor allem nach langen Matches als ein Faktor gelten. Zweitens auf die letzten Punkte vor den ATP Finals in Turin. Nach Paris folgen die WTA Finals vom 8. bis 15. November in Indian Wells und die ATP Finals vom 15. bis 22. November in Turin.

Der dunkle Boden der Halle

In Hallenmatches fällt vor allem das Licht auf: Die Tribünen werden dunkel, nur der Platz ist beleuchtet, und die Linien wirken schärfer. Eine ähnliche Anordnung hilft bei Schlägern und Erinnerungsstücken aus einem Finale oder einer Saison: Ein Objekt tritt hervor, wenn es vor einem ruhigen Hintergrund im richtigen Licht steht. Wie man das an der Wand umsetzt, erklären wir in unserem Ratgeber zum Präsentieren von Tennisschlägern; Vitrinen nach Maß finden Sie in der Wand-Serie. Für 3D-gedruckte und handbemalte Dekorobjekte ist Aurecort 3D eine weitere Möglichkeit.

Wie diese Beiträge entstehen und wie Sie den täglichen Überblick verfolgen können, erklären wir auf unserer Seite Tennis aktuell, jeden Tag.

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