Tennis aktuell: Wien, Basel und Tokio, 31. Okt.
Tennis am 31. Oktober: Halbfinals in Wien und Basel, Zverevs Weg an die Spitze, das Finale Shnaider–Fernandez in Tokio und Guangzhou.
Aurecort
10/31/20266 min lesen
Stand Samstagnachmittag, 31. Oktober 2026 (Istanbuler Zeit), dreht sich das Tennisgeschehen um zwei Hallen: In Wien und Basel stehen heute die Halbfinals an. Keines der vier Halbfinals bei diesen beiden ATP-500-Turnieren, den letzten Stationen vor dem abschließenden Masters der Saison in Paris, war beim Schreiben dieser Zeilen bereits entschieden. Bei den Damen steht das Finale in Tokio fest, und auch in Guangzhou sind die beiden Finalistinnen ermittelt. In unserem letzten Überblick ging es um die Woche in Peking und Shanghai; seitdem ist der Kalender in die Hallen Europas weitergezogen.
Wo gespielt wird
Die Erste Bank Open in Wien werden in der Wiener Stadthalle auf Hartplatz in der Halle ausgetragen, die Swiss Indoors in Basel in der St. Jakobshalle, ebenfalls auf Hallen-Hartplatz. Beide Turniere begannen am 26. Oktober und enden am Sonntag, 1. November, mit den Endspielen. Bei den Damen laufen die Toray Pan Pacific Open in Tokio (WTA 500) und die Guangzhou Open (WTA 250) im selben Zeitraum auf Hartplätzen im Freien.
In der Halle spielen Wind und Sonne keine Rolle, der Ball springt Tag für Tag ähnlich ab. Das kommt meist Spielern mit starkem Aufschlag und erstem Schlag entgegen: Kurze, präzise Punkte zählen oft mehr als lange Ballwechsel. Für alle, die von den Freiluftturnieren in Asien kommen, kann dieser Rhythmuswechsel als einer der leiseren Faktoren der Woche gelten. Wie Farbe und Aufbau eines Platzes das Spiel prägen, haben wir in unserem Beitrag über Tennisbeläge und ihre Farben beschrieben.
Tennis aktuell: vier starke Namen in Wien
Nach den Viertelfinals sind in Wien drei der vier besten Gesetzten sowie der an Nummer fünf Gesetzte übrig. Am Freitag schlug Alexander Zverev Arthur Fery in 58 Minuten mit 6:0, 6:2. Für Zverev bedeutet das mehr als einen Platz im Halbfinale: Laut ATP ist ihm mit dem Einzug ins Viertelfinale in Wien sicher, dass er in der am 2. November veröffentlichten Rangliste erstmals in seiner Karriere die Nummer eins der Welt wird und Jannik Sinner ablöst. Platz eins zum Jahresende hatte Zverev bereits sicher.
Carlos Alcaraz gewann gegen Tommy Paul 6:4, 7:6(2) in 1 Stunde 50 Minuten. Daniil Medvedev besiegte den Qualifikanten Adrian Mannarino 6:2, 6:3 und sicherte sich damit seinen Platz bei den ATP Finals in Turin vom 15. bis 22. November. Alex de Minaur setzte sich gegen Matteo Berrettini mit 7:6(4), 6:2 durch.
Zwei Ergebnisse aus dem Wochenverlauf verdienen ebenfalls Beachtung. Zverev brauchte in seinem ersten Match gegen Martin Landaluce 3 Stunden 5 Minuten und gewann 7:5, 3:6, 7:6(11). In der zweiten Runde schaltete Fery Lorenzo Musetti aus, Mannarino den an Nummer acht gesetzten Jakub Mensik. Berrettini kam weiter, weil Flavio Cobolli im ersten Satz aufgab.
Als Einordnung lässt sich sagen: Zverevs kurzes Viertelfinale verschaffte ihm nach dem dreistündigen Auftakt eine Gelegenheit zur Erholung. Alcaraz hat in dieser Woche noch keinen Satz abgegeben, Medvedev gewann eines seiner letzten beiden Matches in drei Sätzen, das andere deutlich. Auf dem Papier ist es ein starkes Halbfinalfeld; in der Halle kann allerdings ein einziges Break ein Match entscheiden.
Heute in Wien
Auf dem Centre Court beginnt das Halbfinale Medvedev gegen Alcaraz nicht vor 17.00 Uhr Istanbuler Zeit, Zverev gegen de Minaur nicht vor 18.30 Uhr. Die Ergebnisse folgen im morgigen Überblick.
Basel: eine Woche voller Überraschungen
Im oberen Teil des Basler Tableaus lichteten sich die Reihen früh. Am Donnerstag verlor der topgesetzte Ben Shelton gegen Wildcard-Spieler Jerome Kym 6:3, 6:7(4), 7:6(1). Am selben Tag besiegte Jan-Lennard Struff Novak Djokovic in 2 Stunden 35 Minuten mit 6:7(4), 7:5, 7:6(5). Valentin Vacherot schaltete zudem den an Nummer drei gesetzten Rafael Jodar mit zwei gewonnenen Tiebreaks aus.
In den Viertelfinals am Freitag zog Taylor Fritz ins Halbfinale ein, als der an Nummer zwei gesetzte Arthur Fils beim Stand von 6:2, 2:0 für Fritz aufgab. Vacherot schlug Holger Rune 6:3, 3:6, 6:3 in 2 Stunden 3 Minuten. Jiri Lehecka beendete Kyms Lauf mit 6:4, 6:2, und Struff besiegte Nuno Borges 6:2, 6:3.
Struffs Weg fällt auf: Nach dem langen Match gegen Djokovic gab er im Viertelfinale keinen Satz ab – ein Beispiel dafür, wie weit ein selbstbewusster Aufschläger in der Halle durch eine Woche kommen kann. Fils' Aufgabe kam drei Tage vor dem Beginn in Paris; sinnvoll ist es, die Mitteilungen von Turnier und Spieler zu seinem Zustand abzuwarten.
Heute in Basel
Das Halbfinale Vacherot gegen Fritz beginnt nicht vor 17.00 Uhr Istanbuler Zeit, Lehecka gegen Struff nicht vor 19.00 Uhr.
Finale in Tokio: Shnaider gegen Fernandez
Der meistdiskutierte Moment der Woche in Tokio kam am Freitag: Die Weltranglistenerste Elena Rybakina zog ihr Viertelfinale gegen Leylah Fernandez wegen Nackenschmerzen zurück. Bereits zu Wochenbeginn hatte sich Rybakina mit ihrem Zweitrundensieg erstmals Platz eins zum Jahresende gesichert.
In den heutigen Halbfinals schlug Fernandez die als Lucky Loser ins Hauptfeld gerückte Kamilla Rakhimova 7:5, 6:3 in 1 Stunde 54 Minuten. Nach Rückständen in beiden Sätzen erreichte Fernandez ihr drittes Finale des Jahres, alle in den vergangenen zwei Monaten. Die an Nummer drei gesetzte Diana Shnaider bezwang die 18-jährige Wildcard-Spielerin Mia Pohankova 6:4, 7:6(7); im Tiebreak des zweiten Satzes lag ihre Gegnerin mit 6:5 vorn. Shnaider bestreitet ihr erstes Finale des Jahres.
Auch Shnaiders Viertelfinale gehörte zu den längsten Matches der Woche: Sie schlug Alexandra Eala in 2 Stunden 52 Minuten mit 2:6, 7:6(5), 6:4. Die beiden waren schon eine Woche zuvor in Ningbo aufeinandergetroffen. Im Viertelfinale besiegte Pohankova Alycia Parks 7:6(3), 6:3, Rakhimova gewann gegen Maya Joint 7:5, 5:7, 6:1.
Das Finale am Sonntag
Laut WTA führt Shnaider im direkten Vergleich der beiden Linkshänderinnen mit 3:2 und hat die letzten drei Duelle gewonnen. Fernandez wiederum hat in den vergangenen Wochen in Asien eine konstante Form gefunden. Das Finale wird am Sonntag in Tokio gespielt.
Guangzhou und die kommenden Wochen
In Guangzhou besiegte die an Nummer vier gesetzte Tagger Quevedo in 52 Minuten mit 6:2, 6:0. Dart wehrte im Halbfinale gegen Wildcard-Spielerin Sun Xinran zwei Matchbälle ab, gewann 5:7, 7:6(1), 6:0 und steht damit erstmals in einem WTA-Einzelfinale.
Als Nächstes steht Paris im Kalender: Das Rolex Paris Masters wird vom 2. bis 8. November in der Arena in Nanterre auf Hallen-Hartplatz gespielt, die Qualifikation läuft heute und morgen. Danach folgen die WTA Finals in Indian Wells vom 8. bis 15. November und die ATP Finals in Turin vom 15. bis 22. November. Worauf lohnt sich der Blick? Wie Zverev, ab Montag die Nummer eins, seine Woche in Wien abschließt, wie die Spieler im Rennen um Turin in Basel in der Halle auftreten und ob Fernandez im Finale von Tokio Shnaiders Serie beenden kann.
Der Platz im Hallenlicht
Wer Hallenmatches am Bildschirm verfolgt, sieht zuerst den Platz selbst, der inmitten der dunklen Tribünen leuchtet: ein farbiger Belag, klare weiße Linien und gleichmäßiges Licht von oben. Die Kompositionen von Aurecort, die den Platz von oben zeigen, beruhen genau auf dieser Ordnung; Belagfarbe und Liniengeometrie ergeben auf der Leinwand bereits ein eigenes Bild. Wie aus diesem Blick Wandbilder werden, zeigt unsere Bilder-Serie. Für Druck- und Beschilderungsarbeiten jenseits des Tennis lohnt ein Blick auf Aurecort Reklam.
Wie diese Überblicke entstehen und wie Sie das tägliche Geschehen verfolgen können, erklären wir auf unserer Seite Tennis täglich aktuell.
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